Alzheimer – Demenz

Alzheimer | Demenz | Anzeichen und Symptome

Alzheimer

Die Alzheimer-Krankheit ist die häufigste Ursache von Demenz. Alzheimer ist eine degenerative Hirnerkrankung, die schließlich das Gedächtnis und die Fähigkeit einer Person zu lernen, zu denken, zu kommunizieren, Entscheidungen zu treffen und alltägliche Aktivitäten auszuführen, auslöscht. Mit dem Fortschreiten der Krankheit treten Veränderungen der Persönlichkeit, der Stimmung und des Verhaltens auf. Angst und Unruhe sind häufige Symptome dieser Krankheit, während andere Menschen angenehm verwirrt werden können. Es gibt keine Möglichkeit, vorherzusagen, wie eine betroffene Person mit der Krankheit fortschreitet.

Gedächtnisprobleme können ein normaler Bestandteil des Alterns sein. Die Alzheimer-Assoziation macht diese Unterscheidung zwischen normalen altersbedingten Gedächtnisproblemen und der Möglichkeit einer Alzheimer-Krankheit:

Pflege Info - Seniorenbetreuung Wien - Angehörige

Alzheimer-Symptome

  • Vergisst Erfahrungen, vergangene Lebensereignisse
  • Probleme bei, mündlichen/schriftlichen Anweisungen zu folgen
  • Schwierigkeiten bei, Notizen als Erinnerung zu verwenden

Normale altersbedingte Gedächtnisveränderungen

  • Vergisst nur einen Teil der Erfahrungen, vergangene Lebensereignisse
  • Erinnert sich oft zukünftige Termine
  • In der Regel in der Lage, schriftlichen oder mündlichen Anweisungen zu folgen
  • Normalerweise in der Lage, für sich selbst zu sorgen

Das u.a. Modell zeigt, wie sich die sieben Alzheimer-Stadien abgeleitet sind. Das Modell basiert auf der Expertenforschung zu häufigen Symptomen, die bei betroffenen Personen gefunden wurden.

Die sieben Stadien der Alzheimer-Krankheit

Stufe 1: Keine Beeinträchtigung
Die Anzeichen der Krankheit sind weder für die betroffene Person noch für das Gesundheitspersonal offensichtlich. Stufe 2: Sehr leichter Rückgang
Die Person erleidet unter einem geringe, Gedächtnisverlust, der sich in Form von unterschiedlichen Erinnerungsfähigkeiten an Namen und das Verlegen von Schlüsseln, Brillen und anderen häufig benutzten Gegenständen äußern kann. Die Anzeichen sind bei einer medizinischen Untersuchung nicht vorhanden, und Familie und Freunde stellen kein Problem fest. Stufe 3: Leichter Rückgang
In diesem Stadium könnten Familie und Freunde Gedächtnisprobleme bemerken, die bei medizinischen Untersuchungen und Tests festgestellt werden können. Die betroffene Person ist möglicherweise nicht in der Lage, sich an Wörter und Namen zu erinnern, hat Schwierigkeiten mit dem Kurzzeitgedächtnis und der Konzentration in letzter Zeit, bemerkt Leistungsänderungen am Arbeitsplatz oder in der täglichen Routine und hat Schwierigkeiten bei der Planung oder Organisation. Stufe 4: Moderater Rückgang (mildes oder frühes Stadium)
In diesem Stadium wird eine medizinische Beurteilung offensichtliche Mängel aufdecken. Der Alzheimer-Patient hat ein geringeres Gedächtnis für persönliche Informationen und weniger Kurzzeitgedächtnis für kürzliche Ereignisse. Die Fähigkeit, mentale Aufgaben wie das Bezahlen von Rechnungen und die Verwaltung der Finanzen zu erfüllen, ist eine Herausforderung. Möglicherweise benötigt die Person eine Unterstützung im Alltag ((24 Stunden Betreuung / Pflege). Auch soziale Situationen können herausfordernd sein und die Person kann sich zurückziehen. Stufe 5: Mäßig schwerer Rückgang (mäßig oder mittleres Stadium)
Ein Rückgang der kognitiven Funktionen und des Gedächtnisabrufs kann in dieser Phase die täglichen Aktivitäten und Routinen stören, sodass Unterstützung ((24 Stunden Betreuung / Pflege)) erforderlich ist. Die Person wird mit dem Tag, der Zeit und der Jahreszeit verwirrt sein und möglicherweise nicht in der Lage sein, sich dem Wetter oder dem Anlass entsprechend zu kleiden. Die Fähigkeit, sich an wichtige Informationen wie Adresse, Telefonnummer und andere persönliche Daten zu erinnern, ist beeinträchtigt. In der Regel kennt eine Person in dieser Phase ihren eigenen Namen sowie ihren Ehepartner und ihre Kinder. Außerdem benötigt eine Person in der Regel keine Hilfe beim Essen oder Toilettengang. Stufe 6: Schwerer Rückgang (mittelschwerer oder mittlerer Rückgang)
Kognitive Beeinträchtigungen und Gedächtnisprobleme werden schlimmer, Persönlichkeitsveränderungen werden sichtbar, und Unterstützung im Alltag (Anziehen und Toilettengang) wird benötigt. Das Kurzzeitgedächtnis ist stark beeinträchtigt, und die Person hat Schwierigkeiten, sich an Informationen zur persönlichen Geschichte zu erinnern. Gesichter können vertraut sein, aber die Person kann die Namen des Ehepartners, der Kinder oder anderer Bezugspersonen vergessen. Die Person kann in dieser Phase Tag- und Nachtschlafzeiten verwechseln und Inkontinenz wird zum Problem. Es treten Verhaltens- und Persönlichkeitsprobleme auf, und die Person kann Wahnvorstellungen und Halluzinationen erleben. Es können sich wiederholende Verhaltensweisen, wie z.B. Händeringen und Herzschrittmacher, auftreten. Stufe 7: Sehr schwerer Rückgang (schweres oder spätes Stadium)
In diesem Endstadium der Krankheit verliert die Person allmählich die Kontrolle über den Körper. Sie benötigt Hilfe im Alltag (Essen, Anziehen, Toilettengang und schließlich Gehen). Die Fähigkeit zu sprechen und zu verstehen geht allmählich verloren. Die Person scheint sich der Umgebung nicht bewusst zu sein und reagiert möglicherweise nicht auf Reize.

Anzeichen und Symptome

Die Alzheimer-Vereinigung hat eine Liste mit 10 allgemeinen Warnzeichen für die Möglichkeit einer Alzheimer-Krankheit erstellt:

  • Gedächtnisverlust
  • Schwierigkeit, vertraute Aufgaben auszuführen
  • Probleme mit der Sprache
  • Desorientierung nach Zeit und Ort
  • Schlechtes oder vermindertes Urteilsvermögen
  • Probleme mit abstraktem Denken
  • Gengenstände verlegen
  • Veränderungen der Stimmung oder des Verhaltens
  • Veränderungen der Persönlichkeit
  • Verlust der Initiative

Behandlung

Gegenwärtig gibt es keine Heilung für die Alzheimer-Krankheit. Es gibt Medikamente, die den Krankheitsprozess zu verlangsamen scheinen. Andere Medikamente werden zur Behandlung der Symptome der Krankheit eingesetzt. Zum Beispiel können einer Person mit Alzheimer-Krankheit, die unter Depressionen oder Angstzuständen leidet, Antidepressiva oder Medikamente gegen Angstzustände verschrieben werden, die die Krankheit nicht wirklich behandeln.

Zumindest anfangs werden nichtmedikamentöse Interventionen stark empfohlen. Dies erfordert Geduld und Anstrengung von Familie, Freunden und anderen Betreuern. Es ist wichtig, das Verhalten zu erkennen, die Ursache zu verstehen und die Umgebung oder Situation so anzupassen, dass sie den persönlichen und Sicherheitsbedürfnissen entspricht, um das Verhalten zu bewältigen. Bei einem nichtmedikamentösen Ansatz geht es darum, mit Problemen und Bedenken umzugehen, und nicht darum, zu versuchen, das Verhalten der betroffenen Person zu ändern oder zu korrigieren. Argumentativ und konfrontativ zu sein, ist nicht produktiv und eskaliert die Situation. Der beste Ansatz besteht darin, die Dinge leicht verständlich zu halten und die Aufmerksamkeit der Person von beunruhigenden und komplizierten Themen abzulenken.

Es gibt zwei empfohlene Formen der therapeutischen Kommunikation, die Menschen mit Alzheimer (und anderen Demenzerkrankungen) zugutekommen:
Realitätsorientierung und Validierungstherapie. Diese Techniken fördern die Teilnahme auf der Ebene der Fähigkeiten der Betreuten. Bei der Realitätsorientierung werden verbale und visuelle Erinnerungen und Wiederholungen eingesetzt, um eine Person an die aktuelle Umgebung zu orientieren: Tag, Zeit und Meer – Sohn, sowie vertraute Personen, Orte und Ereignisse. Die Validierungstherapie respektiert die Realität der betroffenen Person, indem sie das Urteilsvermögen aussetzt; statt Korrekturen vorzunehmen, sollten Worte und Gedanken ungeachtet ihrer Genauigkeit oder Angemessenheit akzeptiert werden. Das Stellen von Fragen (wer, was, wann, wo und wie) hilft der Person, sich gehört zu fühlen, Vertrauen zu geben und ein Gefühl der Sicherheit zu fördern. Der angemessene Einsatz von Realitätsorientierung und Validierungstherapie hängt davon ab, in welchem Stadium des Krankheitsprozesses sich der Pflegeempfänger befindet. Erfahrungsgemäß lautet eine allgemeine Faustregel: Wenn es frustrierend oder beunruhigend ist, eine Person auf die aktuelle Realität neu auszurichten, dann validieren Sie einfach ihre Perspektive, um jede Konfrontation oder belastende Situation zu vermeiden.

Rolle und Verantwortlichkeiten einer 24 Stunden Betreuung

Solange eine 24 Stunden Pflege / Betreuung noch keine Erfahrungen gesammelt hat, ist die Aufklärung über Alzheimer von unschätzbarem Wert – es wird erwartet, dass es zu Verschlechterungen, Veränderungen und Fortschreiten der Krankheit kommt. Das Pflegepersonal muss geduldig, flexibel und verständnisvoll mit der Alzheimer-Person sein, die das Beste tut, was sie tun kann. Zu den Aufgaben können Assistenz, Überwachung und Vorschläge zur Vereinfachung der täglichen Routine gehören. Vor allem aber sollte sich das Pflegepersonal darauf konzentrieren, es dem Pflegebedürftigen angenehm zu machen, indem es Stressoren und Frustration-quellen beseitigt. Die Rolle des Betreuers besteht darin, dem Erkrankten Gesellschaft zu leisten und eine Quelle des Trostes zu werden.

Der Betreuer fungiert auch als Unterstützung für die Familie. Die Ermutigung der Familienmitglieder, sich über die Krankheit aufzuklären, ist sehr wichtig, damit sie die körperlichen, geistigen und kognitiven Veränderungen besser verstehen können. Schlagen Sie auch vor, dass die Familie an örtlichen Treffen der Selbsthilfegruppe teilnimmt und den Familienmitgliedern Datum, Zeit und Ort der Treffen mitteilt.

Zustände und Krankheiten des alternden Körpers

Für Angehörige

Pflegeberatung

Wo bean­trage ich Pflegegeld? Muss die Wohnung umgebaut werden? Welche Hilfen gibt es überhaupt? Berater helfen Familien im Pflegefall, den Alltag neu zu organisieren. Pflegeberatung, mehr lesen …

Nach dem Krankenhaus

Entlassungsmanagement. Wer aus der Klinik kommt, ist noch lange nicht gesund Krankenhäuser müssen alles Nötige organisieren, damit Patienten gut versorgt sind. Das Entlassungsmanagement, welches auch von der Österreichischen Regierung unterstüzt wird, sollte Ihnen hierbei behilflich sein! Sie können auch Rat von diversen Pflegefirmen holen wie z.B. von Betreuer24.

Einfacher leben mit Ausweis

Schwerbehindert. Jeder Schwerbehinderte hat ein Recht auf Hilfe Und Unter­ stützung. Voraussetzung dafür ist ein Schwerbehin­ dertenausweis.

Behindertenausweis: Mehr lesen …

Gut versorgt daheim

Wenn der Alltag gut organisiert wird, können alte und kran­ke Menschen noch jahrelang in ihren eigenen vier Wän­den leben. Dienstleister hel­fen ihnen dabei.

Geld für Hilfe – Pflegeförderung

Persönliches Budget. Senioren, Alters kranke, Behinderte und chronisch kranke Menschen können ihre benötigte Hilfe im Alltag selbst organisieren und so vom Leistungsempfänger zum Arbeitgeber werden.

Gegen die Einsamkeit

Senioren mit wenigen Sozialkontakten erkranken häufiger und müs­sen früher in ein Heim. Eh­renamtliche Besuchsdienste helfen das zu vermeiden.

Trost und Rat für Pflegebegleiter

Wer Ange­hörige pflegt, stößt oft selbst an seine Belastungsgrenzen. Ehrenamtliche Pflegebeglei­ter kümmern sich um die Pflegenden, beraten sie und hören zu.

Hilfe für Pflegebegleiter

Wer einen An­gehörigen zu Hause pflegt, fühlt sich oft alleingelassen. Selbsthilfegruppen und Kurse bieten Kontakt zu an­ deren – häufig auch online.

Wohnformen für Senioren

Diese Möglichkeiten für das Wohnen im Alter gibt es:

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Mobile Pflege- und Betreuungsformen
Den mobilen Pflege- und Betreuungsformen sind die sogenannten mobilen Dienste zugeordnet. Sie umfassen eine Summe unterschiedlicher Leistungsangebote für die Pflege und Betreuung alter Menschen in deren eigener Wohnung (24 Stunden Pflege zu Hause). Sie werden auch als ambulante oder mobile Dienste, soziale Dienste, Gesundheitsdienste oder 24 Stunden Pflege – Dienste bezeichnet und beinhalten im Wesentlichen die Heimhilfe, die Hauskrankenpflege und die medizinische Hauskrankenpflege, Besuchs- und Reinigungsdienste sowie die (24-Stunden-) Personen-Betreuung.
Heimhilfe
Die Aufgabengebiete der Heimhilfe sind im Wesentlichen die Hilfestellung bei Hausarbeiten – was bestimmte leichte Reinigungsarbeiten (wie die Reinigung in Bad und WC, Staubsaugen, Bodenkehren oder Bettenmachen) inkludiert –, die Wäscheversorgung, die Reinigung von Geschirr und das Vorbereiten von Mahlzeiten, aber auch die Besorgung des Einheizens, die Erledigung von Einkäufen und Besorgung von Medikamenten, die Versorgung von Haustieren, die Förderung von Sozialkontakten und die Unterstützung bei der Basisversorgung. Diese umfasst eine unterstützende Versorgung in Zusammenhang mit Körperpflege und Bewegung, dem Ausscheiden, beim An- und Auskleiden sowie beim Essen und Trinken, ebenso die Assistenz bei der Einnahme von oralen Medikamenten bzw. das Erinnern an die Einnahme, ebenso z. B. die Applikation von verordneten Salben, Cremes oder Pflegeprodukten. Anzumerken ist hier, dass die Unterstützung bei der Basisversorgung (einschließlich der Unterstützung bei der Einnahme und Anwendung von Arzneimitteln) nur unter Anleitung und Aufsicht von Angehörigen der Gesundheitsberufe durchgeführt werden darf.
Hauskrankenpflege
Die Hauskrankenpflege wird – mit unterschiedlichen Tätigkeitsbereichen – von Pflegeassistenten und von Angehörigen des gehobenen Dienstes für Gesundheits- und Krankenpflege durchgeführt, wobei die Pflegeassistenten unter Anordnung und Aufsicht des gehobenen Dienstes arbeiten. Sie umfasst pflegerische Maßnahmen wie Körper-, Haut-, Haar- und Zahn- pflege sowie in Zusammenhang mit Ernährung, Mobilisation und Lagerung, Inkontinenz -versorgung und einfacher Wundversorgung, ebenso die Krankenbeobachtung und prophylaktische Pflegemaßnahmen (etwa das Anlegen von Bandagen) und schließlich die Pflege, Reinigung und Desinfektion verwendeter Pflegebehelfe. Der gehobene Dienst führt neben den Tätigkeiten der medizinischen Hauskrankenpflege beispielsweise auch die Erhebung des Pflege- und Betreuungsbedarfs durch, erstellt Pflege- und Betreuungspläne, ist für die Überwachung, Koordination und Evaluierung des Pflege- bzw. Betreuungsprozesses verantwortlich, leitet außerdem Klienten oder deren Angehörige an oder schult sie, wenn erforderlich und möglich, in der Durchführung bestimmter Tätigkeiten ein.
Medizinische Hauskrankenpflege
Die medizinische Hauskrankenpflege ist eine Leistung, die den Aufenthalt in einem Krankenhaus ersetzen bzw. verkürzen soll. Sie erfolgt ausschließlich durch Angehörige des gehobenen Dienstes für Gesundheits- und Krankenpflege und umfasst besondere Pflegeleistungen. Dies sind jene, die im sogenannten »mitverantwortlichen Bereich« liegen, was bedeutet, dass auf ärztliche Anordnung bei therapeutischen und diagnostischen Maßnahmen mitgewirkt wird. Dabei handelt es sich etwa um Vorbereitung und Verabreichung von Medikamenten und Injektionen (zumeist subkutan und intramuskulär), das Setzen von transurethralen Blasenkathetern, die Blutentnahme aus Venen und Kapillaren, die Durchführung von Darmeinläufen, Wundmanagement bzw. Versorgung von Wunden, Durchführung von Verbandswechseln, die Versorgung von Sonden und die Durchführung von Sondenernährung oder die Stomaversorgung. Die medizinische Hauskrankenpflege ist zunächst auf eine Dauer von vier Wochen beschränkt und muss danach Chef-ärztlich bewilligt werden. Für den Klienten ist sie kostenfrei, während für die nichtmedizinische Hauskrankenpflege das Pflegegeld vorgesehen ist.
Besuchsdienste
Das Tätigkeitsgebiet von Besuchsdiensten liegt hauptsächlich in der Förderung und im Angebot sozialer Kontakte sowie in der Erledigung von Einkäufen und Botengängen bzw. der Begleitung dabei. Es kommen also Spaziergänge, die Begleitung zu Terminen aller Art (Arzt, Behördengänge, kulturelle Veranstaltungen, Ambulanzen oder Fußpflege etc.) infrage. Besuchsdienste können auch die Pflege von Blumen, Zimmerpflanzen und Tieren über- nehmen, die Angehörigen von zu betreuenden Personen unterstützen und etwa die Post bei sehbehinderten Klienten erledigen. Ein weiteres wichtiges Aufgabengebiet ist die Beschäftigung mit der zu betreuenden Person durch Spiele, Gespräche oder Ähnliches.
Reinigungsdienste
Diese Art von diensten führen Reinigungs- und Aufräumarbeiten durch, wozu etwa die Reinigung von Böden und Fenstern, Türen und sanitären Bereichen gehört. Auch die Pflege von Möbeln, das Waschen und Wechseln von Vorhängen ist ihrem Tätigkeitsbereich zuzurechnen, während die Heimhilfe beispielsweise Staub saugt, kleinere Reinigungsarbeiten durchführt oder Geschirr wäscht.
Personenbetreuung
Die Personenbetreuung ermöglicht Betreuung unter Einbeziehung einzelner leichter pflegerischer Leistungen an betreuungsbedürftigen Menschen, wobei das Tätigkeitsgebiet wie folgt aufgeteilt ist: Haushaltsnahe Tätigkeiten (von Botengängen über die Wäscheversorgung bis zur Reinigung) Tätigkeiten in Zusammenhang mit der Förderung sozialer Kontakte (z. B. auch gemeinsame Freizeitgestaltung) Tätigkeiten, die bei der Lebensführung unterstützen sollen Zu Letzteren zählen die Unterstützung bei der oralen Nahrungs-, Flüssigkeits- und Medikamenteneinnahme, die Unterstützung bei der Körperpflege sowie beim An- und Auskleiden, der Ausscheidung (Wechsel von Inkontinenzversorgungsartikeln und Benutzung von Toilette oder Toilettenstuhl) und schließlich die Unterstützung bei Bewegungsabläufen wie Aufstehen, Gehen oder Niederlegen.
Teilstationäre Pflege- und Betreuungsformen
Teilstationären Pflege- und Betreuungsformen ist gemeint, dass der alte Mensch dort nicht sein ganzes Leben verbringen muss, sondern sich nur teilweise dort aufhält, bzw. dass (wie etwa beim betreuten Wohnen) Pflege und Betreuung nicht rund um die Uhr, sondern nur punktuell stattfinden. Ihnen können wiederum
  • Akutbehandlung,
  • Angebote aus dem Bereich der Kurzzeitpflege,
  • Formen des betreuten Wohnens und
  • Tageszentren zugerechnet werden.
Akutbehandlung
Akut Geriatrie (Akutbehandlung) ist die Abteilungen in Akutkrankenhäusern, die die medizinische und pflegerische – disziplinübergreifende – Primärversorgung geriatrischer Klienten sicherstellen sollen. Des Weiteren dienen sie der Weiterversorgung und -behandlung geriatrischer Klienten aus anderen Bereichen. Wesentliche Aufgabe der Akut Geriatrie ist auch die Re-Mobilisation, also die Wiederherstellung von Mobilität und Selbstständigkeit, soweit dies möglich ist – manche Abteilungen haben den Terminus »Re-Mobilisation« daher ebenfalls in ihre Bezeichnung aufgenommen. Die Zielgruppen von akut Geriatrischen Abteilungen sind Klienten, bei denen folgende Kriterien vorliegen:
  • Somatische oder psychische Multimorbidität, die eine stationäre Akutbehandlung erforderlich macht.
  • Einschränkung oder Bedrohung der Selbstständigkeit durch den Verlust funktioneller
  • und ggf. kognitiver Fähigkeiten oder durch psychische Probleme im Rahmen einer Erkrankung.
  • Bedarf an funktionsfördernden, funktionserhaltenden oder Re-integrierenden Maßnahmen
Kurzzeitpflege
Kurzzeitpflege steht zunächst für die zeitlich befristete Unterbringung in einer Einrichtung für die geriatrische Pflege und findet zumeist aus drei Gründen statt:
  • Urlaubsbetreuung pflegebedürftiger Klienten zur Entlastung pflegender Angehöriger oder
  • Vorübergehende Unterbringung in einem Wohn- oder Pflegeheim aufgrund zeitweilig erhöhten Pflegebedarfs.
Formen des betreuten Wohnens
Beim betreuten (manchmal auch betreubaren) Wohnen sind zwei Leistungen miteinander gekoppelt. Die eine umfasst ein Wohnumfeld mit weitgehend barrierefreier Bewegungsmöglichkeit, die andere verschiedene Pflege- und Betreuungsleistungen. Die Angebote sind höchst unterschiedlich und enthalten verschiedene Leistungsspektren. Gemeinsam ist ihnen, dass die Klienten weitgehend unabhängig und selbstbestimmt in Wohnungen oder Appartements leben und dann Hilfe in Anspruch nehmen können, wenn sie nötig ist. Dies bietet die Kombination von Unabhängigkeit und Sicherheit und stellt eine Alternative zum Umzug in ein Pflegeheim dar. Am einfachsten ist das betreute/betreubare Wohnen für ältere Menschen mit leichtem Bedarf an Pflege bzw. Betreuung umsetzbar. Durch Rufanlagen zu Pflegestützpunkten bzw. Notrufanlagen zu Rettungsdiensten werden die erforderlichen Leistungen sichergestellt, wobei im Bedarfsfall Pflege- oder Betreuungspersonen gerufen werden können, manchmal kommen diese auch regelmäßig zu vereinbarten Fixzeitpunkten. Die Klienten können entweder im eigenen Wohnumfeld kochen oder auf Dienste zurückgreifen (und sich etwa der Möglichkeit bedienen, mit Mahlzeiten versorgt zu werden). Betreutes Wohnen wird in Form eigener Wohnhäuser oder an Pflegeheime angeschlossen angeboten.
Tageszentren
Tageszentren für Senioren bieten die Möglichkeit der individuellen Betreuung tagsüber, meist an Wochentagen im Zeittraum von 8 bis 17 Uhr. Üblicherweise kann auch ein nur tageweiser Besuch erfolgen. Voraussetzung für den Besuch eines Tageszentrums seitens des Klienten ist lediglich, dass er nicht bettlägerig ist. Pflege und Betreuung können auf ein eventuelles Krankheitsbild abgestimmt erfolgen (z. B. Insult, Parkinson-Erkrankung, demenzielle Erkrankung). Abholung und Transport nach Hause erfolgen in der Regel durch Fahrtendienste, deren Organisation wiederum durch das Tageszentrum durchgeführt wird. Im Rahmen der dort angebotenen Pflegeleistungen können auch Unterstützung bei der Inkontinenzversorgung, Kontrollen und evtl. erforderliche weitere pflegerische Tätigkeiten – in manchen Einrichtungen sogar Körperpflege bis hin zum Vollbad – erfolgen, ebenso Beratungen durch Sozialarbeiter bzw. Beratung von Angehörigen. Besondere Schwerpunkte in Tageszentren sind aber die bedarfsgerechte Animation und Beschäftigung (Gedächtnistraining, Bastel- und Werkgruppen, Musikgruppen, Feste, Feiern und Ausflüge), Bewegungstraining oder Therapien zur Wiederherstellung der Alltagsfertigkeiten. Auch im Tageszentrum wird interdisziplinär gearbeitet, pflegende (Pflegeassistenten und der gehobene Dienst), Ergotherapeuten, Physiotherapeuten, Animateure sowie Sozialarbeiter sind um die gemeinsame Pflege, Förderung und Betreuung der Klienten bemüht. Ziele der Betreuung und Versorgung in Tageszentren sind die Integration in die Gemeinschaft und Gesellschaft, die Wiederherstellung verschiedener Fähigkeiten, die Förderung von Ressourcen und die Vermeidung von Isolation.
Stationäre Pflege- und Betreuungsformen
Kann der Pflegebedarf im häuslichen Umfeld auch durch 24-Stunden-Betreuung / Pflege bzw. andere Dienste nicht mehr ausreichend sichergestellt werden, ist die Unterbringung in einer Pflegeeinrichtung möglich. Mehr lesen …
Wohngemeinschaften, Hausgemeinschaften
Abgesehen davon, dass Betagte sich natürlich (wie jüngere Menschen auch) in Wohngemeinschaften zusammenfinden und diese Wohn- und Lebensform grundsätzlich auch völlig autonom organisieren können, wird sie auch in Form betreuter Wohngemeinschaften angeboten (z. B. Caritas Socialis, Wiener Hilfswerk, Wiener Sozialdienste Alten- und Pflegedienste GmbH oder Kuratorium Wiener Pensionistenhäuser, Hausgemeinschaften der Caritas »Casa« oder der Diakonie). Mehr lesen …
Generationen-Wohnen
Die Idee des Generationen-Wohnens ist es, ein Miteinander von Jungen und Älteren zu schaffen, das allen zugutekommt. Grundsätzlich kann es auch als Versuch verstanden werden, eine Atmosphäre bzw. Lebensstruktur, die jener der Großfamilie (die es heute meist nicht mehr gibt) ähnelt, entstehen zu lassen. Mehr lesen …
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