Badewannenlift und -aufzüge

Wenn das Ein- und Aussteigen in die und aus der Badewanne eine Herausforderung darstellt, könnte ein Badewannenlift oder eine Hebevorrichtung helfen. Finden Sie heraus, was verfügbar ist und was Sie vor dem Kauf beachten sollten.

Wer kann von einem Badewannenlift profitieren?

Während LINK Badewannensitze, -bretter und -matten für Personen geeignet sind, deren Mobilität und Kraft nicht stark abgenommen haben, gehen Badewannenlifte und -aufzüge noch einen Schritt weiter.

Wenn Ihre Mobilität und Kraft sehr eingeschränkt sind, kann Ihnen ein Ergotherapeut einen Badewannenlift empfehlen, der Ihren Körper von unten anhebt, oder einen Badewannenlift, der Sie von oben nach oben zieht. Diese sind viel teurer als Badewannenbretter und -sitze, können aber immer noch billiger – und manchmal auch besser geeignet – sein.

Seien Sie sich bewusst, dass einige Aufzüge und Hebevorrichtungen überteuert sein können, auch gebrauchte Geräte. Konsultieren Sie am besten die Behörde für behindertes Wohnen bezüglich der Preisgestaltung, bevor Sie sich von Ihrem Geld trennen. Versuchen Sie außerdem, von einem Anbieter zu kaufen, der Mitglied von Pflegeinfo.at ist.

Möglicherweise möchten Sie auch einige Anpassungen der Einrichtung und der Möbel in Ihrem Badezimmer in Betracht ziehen.

LINK Badezimmer-Anpassungen

Vor dem Kauf eines Badewannenlifts oder Badewannenaufzugs

Zuerst müssen Sie herausfinden, welche Ausrüstung für Ihr Bad geeignet ist. Es ist auch wichtig, vor der Installation eines Badewannenliftes oder -aufzugs die Haltegriffe an den richtigen Stellen anzubringen.

Badewannenlifte und -aufzüge können entweder abnehmbar oder an Ihrer Badewanne befestigt sein. Badewannenlifte könnten die beste Wahl sein, wenn das Bad von einer Mischung verschiedener Personen benutzt wird.


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Badewannenlifte

Motorgetriebene abnehmbare Badewannenlifte

Dabei handelt es sich um verstärkte Kunststoffsitze, die mit Gummisaugern an der Innenseite der Wanne befestigt werden. Sie werden mit einem batteriebetriebenen, wasserdichten Handapparat bedient. Man steigt auf den Sitz in Höhe des Wannenrandes auf und senkt den Sitz dann mit dem Handapparat vollständig in die Wanne ab. Dann benutzen Sie den Handapparat, um den Sitz anzuheben, wenn Sie bereit sind, aus der Wanne auszusteigen.

Um diese Art des Badewannenlifts zu benutzen, müssen Sie genügend Beweglichkeit besitzen, um Ihre Beine zum Ein- und Aussteigen zur Seite bewegen zu können.

Diese Art von Badewannenlift hat oft eine stützende Rückenlehne, von der einige nach hinten geneigt sind, so dass Sie sich beim Eintauchen in die Wanne leicht zurücklehnen können. Die wiederaufladbaren Batterien der motorisierten Badewannenlifte halten normalerweise etwa zwei Stunden am Stück und müssen daher regelmäßig aufgeladen werden.

Obwohl diese Badewannenlifte aus der Wanne herausgenommen werden können, lassen sich einige Modelle leichter entfernen als andere.


Aufblasbare Kissen-Badewannenlifte

Die am einfachsten aus der Badewanne zu entfernende Art des Badewannenliftes ist der Badewannenlift mit aufblasbarem Kissen. Dabei handelt es sich um aufblasbare Kunststoffsitze, die in der Badewanne sitzen und mithilfe einer elektrischen Pumpe aufgeblasen werden, sodass sich der Sitz auf gleicher Höhe mit dem Wannenrand befindet, wie bei gewöhnlichen batteriebetriebenen Badewannenliften.

Sie setzen sich auf den Sitz, der sich dann entleert und Sie ins Wasser eintauchen lässt. Wenn Sie bereit sind, aus der Wanne auszusteigen, können Sie den Sitz mit der elektrischen Pumpe wieder aufblasen, um ihn wieder auf das Niveau des Wannenrandes zu bringen.


Hydraulische (manuelle) abnehmbare Badewannenlifte

Diese sind seltener als motorisierte Badewannenlifte – hauptsächlich, weil sie dasselbe tun, aber mit mehr Aufwand und manchmal zu denselben Kosten.

Manuelle Badewanne-lifte funktionieren ähnlich wie elektrisch betriebene abnehmbare Lifte, indem sie Sie in die Badewanne absenken und dann wieder anheben, wenn Sie bereit sind, wieder herauszukommen. Der Unterschied besteht darin, dass ihre Bewegung durch das Gewicht der Person und den Auftrieb des Wassers mithilfe eines hydraulischen Mechanismus gesteuert wird.

Ihr auf dem Stuhl sitzendes Körpergewicht senkt den Lift langsam ab, dann, wenn Sie bereit sind, aus der Wanne auszusteigen, setzen Sie sich aufrecht hin und drücken die Wannenränder nach unten, um den Hydraulikkolben freizugeben, der auf ein individuelles Gewicht eingestellt ist. Dies, kombiniert mit dem Auftrieb des Wassers, hebt Sie wieder nach oben.

Für diese Art der Badewannenlifte müssen Sie flexibel genug sein, um Ihre Arme bis auf Schulterhöhe zu heben, und Sie müssen über mehr Armkraft und Sitzbalance verfügen als bei motorisierten Liften.

Feste „Band“-Badewannenlifte

Fixierte Badewannenlifte werden manchmal auch als Bandlift bezeichnet, da sie mit einem großen Band auf einer Rolle arbeiten. Das Band wird an der Wand neben der Badewanne mithilfe eines an der Wand montierten Gerätes befestigt. Das andere Ende des Bandes wird dann in eine am Boden montierte Halterung gesteckt, die neben der Wanne sitzt, sodass das Band über die Breite der Wanne liegt.

Sie setzen sich auf das gespannte Band, drücken einen Knopf und werden dann auf den Boden der Wanne abgesenkt, während das Band langsam ausgefahren wird. Um den Lift anzuheben, drücken Sie einen weiteren Knopf, der das Band strafft und Sie wieder nach oben hebt.

Der Vorteil von Bandhebern ist, dass sie Sie bis auf den Boden der Wanne absenken, sodass Sie sich zurücklehnen und richtig einweichen können. Ein großer Nachteil ist jedoch, dass es keine Rückenstütze gibt, sodass Sie eine sehr gute Sitzbalance haben müssen.

Sie sind auch die teuerste Option für einen Badewannenlift.

Badewannenaufzüge

Badewannenaufzüge heben den Körper von oben an, anstatt ihn von unten zu drücken.

Obwohl sie teurer als Badewannenlifte sind, haben sie den Vorteil, dass sie Sie hoch genug anheben, sodass Sie Ihre Beine nicht über den Wannenrand heben müssen. Dadurch sind sie besser für Menschen mit eingeschränkter Hüft- und Kniebeweglichkeit geeignet.

Wie bei Badewannenliften können Hebebühnen motorisch oder manuell betrieben werden, obwohl erstere für den unabhängigen Gebrauch zu Hause besser geeignet sind.

Badewannenaufzüge, die auf dem Boden befestigt werden

Diese sind an einer Stange befestigt, die vertikal in eine neben dem Bad befestigte Grundplatte eingeschoben wird. Sie sitzen auf dem höhenverstellbaren Drehsitz oder Hebe Gurt (idealerweise aus Netzgewebe), der sich dann nach oben erhebt und über den Wannenrand fährt. Dieser senkt Sie dann in die Wanne ab.

Elektrisch betriebene, am Boden befestigte Badewannenaufzüge verwenden entweder wiederaufladbare Batterien oder Netzstrom und werden mit einer Fernbedienung gesteuert. Manuelle Hebevorrichtungen werden von einer anderen Person bedient, die einen Handgriff aufzieht; sie werden daher in der Regel von Personen benutzt, die eine Pflegekraft haben.

Es sind auch mobile Versionen dieser Art von Badewannenaufzügen erhältlich, was nützlich sein kann, wenn Sie den Aufzug in mehr als einem Raum Ihres Hauses benutzen möchten. Der Sockel der Hebevorrichtung wird unter der Badewanne verkeilt (möglicherweise müssen Sie ein Loch in die Seitenwand schneiden, wenn der Platz dafür nicht ausreicht), um sie fest an ihrem Platz zu halten.

Badewannenaufzüge, die an der Decke befestigt werden

Diese arbeiten mit einer Deckenschiene, die den Vorteil hat, dass sie weniger Platz im Badezimmer beansprucht. Ein wichtiger Punkt, den es zu berücksichtigen gilt, ist, dass diese Art von Hebezeug eine starke Decke erfordert; vielleicht müssen Sie sogar zuerst Ihre Decke verstärken lassen. Diese Hebevorrichtungen funktionieren auf dieselbe Weise wie Bodenhebevorrichtungen und heben Sie nach oben und über den Wannenrand, obwohl ein Hebe Gurt normalerweise den Kunststoffsitz ersetzt.

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Pflegeberatung

Wo bean­trage ich Pflegegeld? Muss die Wohnung umgebaut werden? Welche Hilfen gibt es überhaupt? Berater helfen Familien im Pflegefall, den Alltag neu zu organisieren. Pflegeberatung, mehr lesen …

Nach dem Krankenhaus

Entlassungsmanagement. Wer aus der Klinik kommt, ist noch lange nicht gesund Krankenhäuser müssen alles Nötige organisieren, damit Patienten gut versorgt sind. Das Entlassungsmanagement, welches auch von der Österreichischen Regierung unterstüzt wird, sollte Ihnen hierbei behilflich sein! Sie können auch Rat von diversen Pflegefirmen holen wie z.B. von Betreuer24.

Einfacher leben mit Ausweis

Schwerbehindert. Jeder Schwerbehinderte hat ein Recht auf Hilfe Und Unter­ stützung. Voraussetzung dafür ist ein Schwerbehin­ dertenausweis.

Behindertenausweis: Mehr lesen …

Gut versorgt daheim
Wenn der Alltag gut organisiert wird, können alte und kran­ke Menschen noch jahrelang in ihren eigenen vier Wän­den leben. Dienstleister hel­fen ihnen dabei.
Geld für Hilfe – Pflegeförderung
Persönliches Budget. Senioren, Alters kranke, Behinderte und chronisch kranke Menschen können ihre benötigte Hilfe im Alltag selbst organisieren und so vom Leistungsempfänger zum Arbeitgeber werden.
Gegen die Einsamkeit
Senioren mit wenigen Sozialkontakten erkranken häufiger und müs­sen früher in ein Heim. Eh­renamtliche Besuchsdienste helfen das zu vermeiden.
Trost und Rat für Pflegebegleiter
Wer Ange­hörige pflegt, stößt oft selbst an seine Belastungsgrenzen. Ehrenamtliche Pflegebeglei­ter kümmern sich um die Pflegenden, beraten sie und hören zu.
Hilfe für Pflegebegleiter
Wer einen An­gehörigen zu Hause pflegt, fühlt sich oft alleingelassen. Selbsthilfegruppen und Kurse bieten Kontakt zu an­ deren – häufig auch online.
Wohnformen für Senioren
Diese Möglichkeiten für das Wohnen im Alter gibt es:

Mobile Pflege- und Betreuungsformen
Den mobilen Pflege- und Betreuungsformen sind die sogenannten mobilen Dienste zugeordnet. Sie umfassen eine Summe unterschiedlicher Leistungsangebote für die Pflege und Betreuung alter Menschen in deren eigener Wohnung (24 Stunden Pflege zu Hause). Sie werden auch als ambulante oder mobile Dienste, soziale Dienste, Gesundheitsdienste oder 24 Stunden Pflege – Dienste bezeichnet und beinhalten im Wesentlichen die Heimhilfe, die Hauskrankenpflege und die medizinische Hauskrankenpflege, Besuchs- und Reinigungsdienste sowie die (24-Stunden-) Personen-Betreuung.
Heimhilfe
Die Aufgabengebiete der Heimhilfe sind im Wesentlichen die Hilfestellung bei Hausarbeiten – was bestimmte leichte Reinigungsarbeiten (wie die Reinigung in Bad und WC, Staubsaugen, Bodenkehren oder Bettenmachen) inkludiert –, die Wäscheversorgung, die Reinigung von Geschirr und das Vorbereiten von Mahlzeiten, aber auch die Besorgung des Einheizens, die Erledigung von Einkäufen und Besorgung von Medikamenten, die Versorgung von Haustieren, die Förderung von Sozialkontakten und die Unterstützung bei der Basisversorgung. Diese umfasst eine unterstützende Versorgung in Zusammenhang mit Körperpflege und Bewegung, dem Ausscheiden, beim An- und Auskleiden sowie beim Essen und Trinken, ebenso die Assistenz bei der Einnahme von oralen Medikamenten bzw. das Erinnern an die Einnahme, ebenso z. B. die Applikation von verordneten Salben, Cremes oder Pflegeprodukten. Anzumerken ist hier, dass die Unterstützung bei der Basisversorgung (einschließlich der Unterstützung bei der Einnahme und Anwendung von Arzneimitteln) nur unter Anleitung und Aufsicht von Angehörigen der Gesundheitsberufe durchgeführt werden darf.
Hauskrankenpflege
Die Hauskrankenpflege wird – mit unterschiedlichen Tätigkeitsbereichen – von Pflegeassistenten und von Angehörigen des gehobenen Dienstes für Gesundheits- und Krankenpflege durchgeführt, wobei die Pflegeassistenten unter Anordnung und Aufsicht des gehobenen Dienstes arbeiten. Sie umfasst pflegerische Maßnahmen wie Körper-, Haut-, Haar- und Zahn- pflege sowie in Zusammenhang mit Ernährung, Mobilisation und Lagerung, Inkontinenz -versorgung und einfacher Wundversorgung, ebenso die Krankenbeobachtung und prophylaktische Pflegemaßnahmen (etwa das Anlegen von Bandagen) und schließlich die Pflege, Reinigung und Desinfektion verwendeter Pflegebehelfe. Der gehobene Dienst führt neben den Tätigkeiten der medizinischen Hauskrankenpflege beispielsweise auch die Erhebung des Pflege- und Betreuungsbedarfs durch, erstellt Pflege- und Betreuungspläne, ist für die Überwachung, Koordination und Evaluierung des Pflege- bzw. Betreuungsprozesses verantwortlich, leitet außerdem Klienten oder deren Angehörige an oder schult sie, wenn erforderlich und möglich, in der Durchführung bestimmter Tätigkeiten ein.
Medizinische Hauskrankenpflege
Die medizinische Hauskrankenpflege ist eine Leistung, die den Aufenthalt in einem Krankenhaus ersetzen bzw. verkürzen soll. Sie erfolgt ausschließlich durch Angehörige des gehobenen Dienstes für Gesundheits- und Krankenpflege und umfasst besondere Pflegeleistungen. Dies sind jene, die im sogenannten »mitverantwortlichen Bereich« liegen, was bedeutet, dass auf ärztliche Anordnung bei therapeutischen und diagnostischen Maßnahmen mitgewirkt wird. Dabei handelt es sich etwa um Vorbereitung und Verabreichung von Medikamenten und Injektionen (zumeist subkutan und intramuskulär), das Setzen von transurethralen Blasenkathetern, die Blutentnahme aus Venen und Kapillaren, die Durchführung von Darmeinläufen, Wundmanagement bzw. Versorgung von Wunden, Durchführung von Verbandswechseln, die Versorgung von Sonden und die Durchführung von Sondenernährung oder die Stomaversorgung. Die medizinische Hauskrankenpflege ist zunächst auf eine Dauer von vier Wochen beschränkt und muss danach Chef-ärztlich bewilligt werden. Für den Klienten ist sie kostenfrei, während für die nichtmedizinische Hauskrankenpflege das Pflegegeld vorgesehen ist.
Besuchsdienste
Das Tätigkeitsgebiet von Besuchsdiensten liegt hauptsächlich in der Förderung und im Angebot sozialer Kontakte sowie in der Erledigung von Einkäufen und Botengängen bzw. der Begleitung dabei. Es kommen also Spaziergänge, die Begleitung zu Terminen aller Art (Arzt, Behördengänge, kulturelle Veranstaltungen, Ambulanzen oder Fußpflege etc.) infrage. Besuchsdienste können auch die Pflege von Blumen, Zimmerpflanzen und Tieren über- nehmen, die Angehörigen von zu betreuenden Personen unterstützen und etwa die Post bei sehbehinderten Klienten erledigen. Ein weiteres wichtiges Aufgabengebiet ist die Beschäftigung mit der zu betreuenden Person durch Spiele, Gespräche oder Ähnliches.
Reinigungsdienste
Diese Art von diensten führen Reinigungs- und Aufräumarbeiten durch, wozu etwa die Reinigung von Böden und Fenstern, Türen und sanitären Bereichen gehört. Auch die Pflege von Möbeln, das Waschen und Wechseln von Vorhängen ist ihrem Tätigkeitsbereich zuzurechnen, während die Heimhilfe beispielsweise Staub saugt, kleinere Reinigungsarbeiten durchführt oder Geschirr wäscht.
Personenbetreuung
Die Personenbetreuung ermöglicht Betreuung unter Einbeziehung einzelner leichter pflegerischer Leistungen an betreuungsbedürftigen Menschen, wobei das Tätigkeitsgebiet wie folgt aufgeteilt ist: Haushaltsnahe Tätigkeiten (von Botengängen über die Wäscheversorgung bis zur Reinigung) Tätigkeiten in Zusammenhang mit der Förderung sozialer Kontakte (z. B. auch gemeinsame Freizeitgestaltung) Tätigkeiten, die bei der Lebensführung unterstützen sollen Zu Letzteren zählen die Unterstützung bei der oralen Nahrungs-, Flüssigkeits- und Medikamenteneinnahme, die Unterstützung bei der Körperpflege sowie beim An- und Auskleiden, der Ausscheidung (Wechsel von Inkontinenzversorgungsartikeln und Benutzung von Toilette oder Toilettenstuhl) und schließlich die Unterstützung bei Bewegungsabläufen wie Aufstehen, Gehen oder Niederlegen.
Teilstationäre Pflege- und Betreuungsformen
Teilstationären Pflege- und Betreuungsformen ist gemeint, dass der alte Mensch dort nicht sein ganzes Leben verbringen muss, sondern sich nur teilweise dort aufhält, bzw. dass (wie etwa beim betreuten Wohnen) Pflege und Betreuung nicht rund um die Uhr, sondern nur punktuell stattfinden. Ihnen können wiederum
  • Akutbehandlung,
  • Angebote aus dem Bereich der Kurzzeitpflege,
  • Formen des betreuten Wohnens und
  • Tageszentren zugerechnet werden.
Akutbehandlung
Akut Geriatrie (Akutbehandlung) ist die Abteilungen in Akutkrankenhäusern, die die medizinische und pflegerische – disziplinübergreifende – Primärversorgung geriatrischer Klienten sicherstellen sollen. Des Weiteren dienen sie der Weiterversorgung und -behandlung geriatrischer Klienten aus anderen Bereichen. Wesentliche Aufgabe der Akut Geriatrie ist auch die Re-Mobilisation, also die Wiederherstellung von Mobilität und Selbstständigkeit, soweit dies möglich ist – manche Abteilungen haben den Terminus »Re-Mobilisation« daher ebenfalls in ihre Bezeichnung aufgenommen. Die Zielgruppen von akut Geriatrischen Abteilungen sind Klienten, bei denen folgende Kriterien vorliegen:
  • Somatische oder psychische Multimorbidität, die eine stationäre Akutbehandlung erforderlich macht.
  • Einschränkung oder Bedrohung der Selbstständigkeit durch den Verlust funktioneller
  • und ggf. kognitiver Fähigkeiten oder durch psychische Probleme im Rahmen einer Erkrankung.
  • Bedarf an funktionsfördernden, funktionserhaltenden oder Re-integrierenden Maßnahmen
Kurzzeitpflege
Kurzzeitpflege steht zunächst für die zeitlich befristete Unterbringung in einer Einrichtung für die geriatrische Pflege und findet zumeist aus drei Gründen statt:
  • Urlaubsbetreuung pflegebedürftiger Klienten zur Entlastung pflegender Angehöriger oder
  • Vorübergehende Unterbringung in einem Wohn- oder Pflegeheim aufgrund zeitweilig erhöhten Pflegebedarfs.
Formen des betreuten Wohnens
Beim betreuten (manchmal auch betreubaren) Wohnen sind zwei Leistungen miteinander gekoppelt. Die eine umfasst ein Wohnumfeld mit weitgehend barrierefreier Bewegungsmöglichkeit, die andere verschiedene Pflege- und Betreuungsleistungen. Die Angebote sind höchst unterschiedlich und enthalten verschiedene Leistungsspektren. Gemeinsam ist ihnen, dass die Klienten weitgehend unabhängig und selbstbestimmt in Wohnungen oder Appartements leben und dann Hilfe in Anspruch nehmen können, wenn sie nötig ist. Dies bietet die Kombination von Unabhängigkeit und Sicherheit und stellt eine Alternative zum Umzug in ein Pflegeheim dar. Am einfachsten ist das betreute/betreubare Wohnen für ältere Menschen mit leichtem Bedarf an Pflege bzw. Betreuung umsetzbar. Durch Rufanlagen zu Pflegestützpunkten bzw. Notrufanlagen zu Rettungsdiensten werden die erforderlichen Leistungen sichergestellt, wobei im Bedarfsfall Pflege- oder Betreuungspersonen gerufen werden können, manchmal kommen diese auch regelmäßig zu vereinbarten Fixzeitpunkten. Die Klienten können entweder im eigenen Wohnumfeld kochen oder auf Dienste zurückgreifen (und sich etwa der Möglichkeit bedienen, mit Mahlzeiten versorgt zu werden). Betreutes Wohnen wird in Form eigener Wohnhäuser oder an Pflegeheime angeschlossen angeboten.
Tageszentren
Tageszentren für Senioren bieten die Möglichkeit der individuellen Betreuung tagsüber, meist an Wochentagen im Zeittraum von 8 bis 17 Uhr. Üblicherweise kann auch ein nur tageweiser Besuch erfolgen. Voraussetzung für den Besuch eines Tageszentrums seitens des Klienten ist lediglich, dass er nicht bettlägerig ist. Pflege und Betreuung können auf ein eventuelles Krankheitsbild abgestimmt erfolgen (z. B. Insult, Parkinson-Erkrankung, demenzielle Erkrankung). Abholung und Transport nach Hause erfolgen in der Regel durch Fahrtendienste, deren Organisation wiederum durch das Tageszentrum durchgeführt wird. Im Rahmen der dort angebotenen Pflegeleistungen können auch Unterstützung bei der Inkontinenzversorgung, Kontrollen und evtl. erforderliche weitere pflegerische Tätigkeiten – in manchen Einrichtungen sogar Körperpflege bis hin zum Vollbad – erfolgen, ebenso Beratungen durch Sozialarbeiter bzw. Beratung von Angehörigen. Besondere Schwerpunkte in Tageszentren sind aber die bedarfsgerechte Animation und Beschäftigung (Gedächtnistraining, Bastel- und Werkgruppen, Musikgruppen, Feste, Feiern und Ausflüge), Bewegungstraining oder Therapien zur Wiederherstellung der Alltagsfertigkeiten. Auch im Tageszentrum wird interdisziplinär gearbeitet, pflegende (Pflegeassistenten und der gehobene Dienst), Ergotherapeuten, Physiotherapeuten, Animateure sowie Sozialarbeiter sind um die gemeinsame Pflege, Förderung und Betreuung der Klienten bemüht. Ziele der Betreuung und Versorgung in Tageszentren sind die Integration in die Gemeinschaft und Gesellschaft, die Wiederherstellung verschiedener Fähigkeiten, die Förderung von Ressourcen und die Vermeidung von Isolation.
Stationäre Pflege- und Betreuungsformen
Kann der Pflegebedarf im häuslichen Umfeld auch durch 24-Stunden-Betreuung / Pflege bzw. andere Dienste nicht mehr ausreichend sichergestellt werden, ist die Unterbringung in einer Pflegeeinrichtung möglich. Mehr lesen …
Wohngemeinschaften, Hausgemeinschaften
Abgesehen davon, dass Betagte sich natürlich (wie jüngere Menschen auch) in Wohngemeinschaften zusammenfinden und diese Wohn- und Lebensform grundsätzlich auch völlig autonom organisieren können, wird sie auch in Form betreuter Wohngemeinschaften angeboten (z. B. Caritas Socialis, Wiener Hilfswerk, Wiener Sozialdienste Alten- und Pflegedienste GmbH oder Kuratorium Wiener Pensionistenhäuser, Hausgemeinschaften der Caritas »Casa« oder der Diakonie). Mehr lesen …
Generationen-Wohnen
Die Idee des Generationen-Wohnens ist es, ein Miteinander von Jungen und Älteren zu schaffen, das allen zugutekommt. Grundsätzlich kann es auch als Versuch verstanden werden, eine Atmosphäre bzw. Lebensstruktur, die jener der Großfamilie (die es heute meist nicht mehr gibt) ähnelt, entstehen zu lassen. Mehr lesen …
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