Betreutes Wohnen – 24h Pflege

Über betreutes Wohnen

Der Erhalt der Unabhängigkeit ist für Menschen im Alter sehr wichtig. Tatsächlich ist der Verlust dieser Unabhängigkeit eine der größten Ängste der Senioren. Eine überwältigende Mehrheit möchte in ihren Häusern bleiben – und das ist verständlich. Die Realität sieht jedoch so aus, dass einer von fünf Senioren über 85 Jahren sagt, er brauche oder erhalte derzeit Hilfe bei Aktivitäten des täglichen Lebens. Gibt es einen Weg, diese Art von Hilfe zu erhalten und trotzdem so unabhängig wie möglich zu sein?

Ja – man nennt es betreutes Wohnen.

Eigentlich hat diese Betreuungsebene mehrere Namen. Bestimmte Länder lizenzieren Dienste unter Bedingungen wie Heimpflege oder persönliche Betreuung, aber obwohl es wichtige Unterschiede zwischen den verschiedenen Lizenzen gibt, ist die mit jeder Lizenz verbundene Betreuungsebene darauf ausgerichtet, die notwendige Unterstützung zu bieten, damit die Bewohner ein optimales Maß an Unabhängigkeit genießen können.

Was bietet betreutes Wohnen?

Vereinfacht ausgedrückt, bieten betreute Wohngemeinschaften älteren Erwachsenen persönliche Betreuung in einem Wohnumfeld. Sie sind für Senioren, deren Gesundheit oder Wohlbefinden ein höheres Maß an Unterstützung erfordert, das durch eine Gesundheitsbeurteilung durch die Gemeinde nach staatlichen Vorschriften festgelegt wird. Betreutes Wohnen bietet auch einen gesunden Lebensstil und soziales Engagement.

Zu den am häufigsten angebotenen Dienstleistungen des betreuten Wohnens gehören die Verwaltung von Medikamenten und die Unterstützung bei der Benutzung des Badezimmers, beim Ankleiden und bei der Körperpflege. Hauswirtschaft, Mahlzeiten, Wäsche- und Transportdienste sowie soziale Programme und Aktivitäten sind in der Regel inbegriffen. Das Personal steht rund um die Uhr zur Verfügung, um bei Sicherheit, Pflege und Unterstützung zu helfen. Die Bewohner werden ermutigt, Möbel und persönliche Gegenstände mitzubringen, damit sie sich in ihrem neuen Zuhause wie zu Hause fühlen.

Die Bewohner werden bei ihrem Einzug beurteilt, damit sie einen individuellen Serviceplan erhalten, der auf ihre spezifischen Bedürfnisse eingeht und ihre Betreuung wirklich persönlich gestaltet. Einige Gemeinschaften des betreuten Wohnens sind auch für die Gedächtnispflege zugelassen. Diese haben oft getrennte Speiseräume und Menüs, die auf den Ernährungsbedürfnissen der Bewohner basieren.

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Was sind Aktivitäten des täglichen Lebens?

Der häufigste Grund, warum sich Senioren für betreutes Wohnen entscheiden, ist die Hilfsbedürftigkeit bei Aktivitäten des täglichen Lebens. Die Hilfesuchenden benötigen in der Regel Hilfe bei mindestens zwei alltäglichen Aufgaben. Studien zeigen, dass die häufigsten Bedürfnisse von Bewohnern sind:

  • 64 % brauchen Hilfe beim Baden
  • 57 % brauchen Hilfe beim Gehen
  • 48 % brauchen Hilfe beim Ankleiden
  • 40 % brauchen Hilfe beim Toilettengang
  • 29 % brauchen Hilfe beim Betttransfer
  • 19 % brauchen Hilfe beim Essen

Wie sieht eine Gemeinschaft für betreutes Wohnen aus?

Betreute Wohngemeinschaften sind den unabhängigen Wohngemeinschaften sehr ähnlich und bieten die gleichen Arten von Sozial- und Lebensstilleistungen. Sie bieten auch speziell entwickelte Programme und Möglichkeiten an, die an Bewohner des betreuten Wohnens angepasst sind.

Heute gibt es in Österreich fast in jedem Bundesland Wohngemeinschaften, sodass es für fast jede Vorliebe eine passende Gemeinschaft gibt. Zwar variieren die Arten des betreuten Wohnens von Hochhauswohnungen bis hin zu Campus anlagen mit mehreren Hektar Fläche und allem, was dazwischen liegt, doch der Ansatz ist derselbe: alle Bewohner mit Würde behandeln, Privatsphäre bieten und Unabhängigkeit fördern.

Vorteile des betreuten Wohnens

Betreutes Wohnen hat mehr Vorteile als nur eine helfende Hand. Tatsächlich kann es die Lebensqualität der hilfebedürftigen Person erheblich verbessern und dem Hauptpfleger (in der Regel einem geliebten Menschen) das Leben erleichtern. Eine Umfrage zur Lebensqualität im betreuten Wohnen ergab mehrere ermutigende Nachrichten. Als Senioren in das betreute Wohnen einzogen, berichteten 87 % der Bewohner und 78 % der Familienmitglieder, dass sie mit ihrer Gesamterfahrung in der Gemeinschaft zufrieden oder sehr zufrieden waren.

Woher wissen Sie, dass es für Ihre Angehörigen an der Zeit sein könnte, den Umzug in betreutes Wohnen zu vollziehen? (Lesen Sie über die 10 Anzeichen dafür, dass Ihr alterndes Elternteil Hilfe braucht)

Denken Sie an das letzte Jahr oder so zurück und schauen Sie, ob Sie sich an einen dieser Punkte erinnern können, die Kriterien für betreutes Wohnen sein können:

  • Sie haben mindestens einen Sturz erlebt, mit oder ohne Verletzung.
  • Die Zubereitung von Mahlzeiten wird immer schwieriger.
  • Sie haben Anzeichen von Hunger bemerkt oder dass die Ernährungsbedürfnisse nicht erfüllt werden.
  • Es wird immer schwieriger für sie, sich sicher im Haus zu bewegen.
  • Sie brauchen mehr Hilfe beim Anziehen, Baden, Medikamenteneinnahme oder bei anderen Aktivitäten des täglichen Lebens.
  • Sie machen sich Sorgen um ihre Isolation und/oder ihre Sicherheit.


Wenn eines dieser Probleme aufgetreten ist, kann es Ihre Zeit wert sein, die Möglichkeiten des betreuten Wohnens zu erkunden.

Wie viel kostet betreutes Wohnen?

Da die Kosten für betreutes Wohnen von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich sind (Größe des Wohnorts, Art der benötigten Dienstleistungen und sogar, in welchem Teil des Landes Sie leben), gibt es keine einheitliche Antwort auf die Kostenfrage. Sie ist jedoch oft günstiger als häusliche Gesundheits- oder Pflegeleistungen im gleichen Gebiet.

Monatliche Raten für betreutes Wohnen beginnt bei 2900 €, was sich auf etwa 104 € pro Tag beläuft. Um dies in einen gewissen Zusammenhang zu stellen, heißt es in derselben Umfrage, dass ein Privatzimmer in einem Pflegeheim ab 210 € pro Tag kostet. Die häusliche 24 Stunden Pflege kostet durchschnittlich ab € 64 pro Tag.

Deckt die Pflegeförderung betreutes Wohnen ab?

Normalerweise nicht. Jedes Bundesland hat jedoch spezifische Einschränkungen und Bestimmungen. Während Ihr persönlicher Krankenversicherungsschutz und Ihre Arzneimitteldeckung bestehen bleiben, zahlt die staatliche Pflegeförderung in der Regel keine Kosten für betreutes Wohnen.

Die meisten Bewohner des betreuten Wohnens bezahlen diese Art der Pflege aus ihren persönlichen Mitteln oder mithilfe der begrenzten Deckung der Langzeitpflegeversicherung. Dennoch bieten die Bundesländer häusliche und gemeindenahe Befreiungen an, die einkommensschwachen Bewohnern helfen können, sich betreutes Wohnen zu leisten. Erkundigen Sie sich bei Ihrem Bundesland, um Ihrer Situation und Ihren Bedürfnissen gerecht zu werden.

Wenn Sie über betreutes Wohnen als eine Option nachdenken, denken Sie daran, dass es nicht darum geht, Ihre Unabhängigkeit oder die guten Seiten des Lebens aufzugeben. Es geht darum, die richtige Art von Hilfe zu bekommen – was einen großen Beitrag zur Erhaltung einer höheren Lebensqualität leisten kann.

Finden und besuchen Sie qualifizierte betreute Wohngemeinschaften in Ihrer Gegend, um herauszufinden, ob eine für Sie oder Ihre Angehörigen die richtige ist. Mit dem Bereutes Wohnen Finden Such Tool haben wir es Ihnen leicht gemacht.

Mobile Pflege- und Betreuungsformen
Den mobilen Pflege- und Betreuungsformen sind die sogenannten mobilen Dienste zugeordnet. Sie umfassen eine Summe unterschiedlicher Leistungsangebote für die Pflege und Betreuung alter Menschen in deren eigener Wohnung (24 Stunden Pflege zu Hause). Sie werden auch als ambulante oder mobile Dienste, soziale Dienste, Gesundheitsdienste oder 24 Stunden Pflege – Dienste bezeichnet und beinhalten im Wesentlichen die Heimhilfe, die Hauskrankenpflege und die medizinische Hauskrankenpflege, Besuchs- und Reinigungsdienste sowie die (24-Stunden-) Personen-Betreuung.
Heimhilfe
Die Aufgabengebiete der Heimhilfe sind im Wesentlichen die Hilfestellung bei Hausarbeiten – was bestimmte leichte Reinigungsarbeiten (wie die Reinigung in Bad und WC, Staubsaugen, Bodenkehren oder Bettenmachen) inkludiert –, die Wäscheversorgung, die Reinigung von Geschirr und das Vorbereiten von Mahlzeiten, aber auch die Besorgung des Einheizens, die Erledigung von Einkäufen und Besorgung von Medikamenten, die Versorgung von Haustieren, die Förderung von Sozialkontakten und die Unterstützung bei der Basisversorgung. Diese umfasst eine unterstützende Versorgung in Zusammenhang mit Körperpflege und Bewegung, dem Ausscheiden, beim An- und Auskleiden sowie beim Essen und Trinken, ebenso die Assistenz bei der Einnahme von oralen Medikamenten bzw. das Erinnern an die Einnahme, ebenso z. B. die Applikation von verordneten Salben, Cremes oder Pflegeprodukten. Anzumerken ist hier, dass die Unterstützung bei der Basisversorgung (einschließlich der Unterstützung bei der Einnahme und Anwendung von Arzneimitteln) nur unter Anleitung und Aufsicht von Angehörigen der Gesundheitsberufe durchgeführt werden darf.
Hauskrankenpflege
Die Hauskrankenpflege wird – mit unterschiedlichen Tätigkeitsbereichen – von Pflegeassistenten und von Angehörigen des gehobenen Dienstes für Gesundheits- und Krankenpflege durchgeführt, wobei die Pflegeassistenten unter Anordnung und Aufsicht des gehobenen Dienstes arbeiten. Sie umfasst pflegerische Maßnahmen wie Körper-, Haut-, Haar- und Zahn- pflege sowie in Zusammenhang mit Ernährung, Mobilisation und Lagerung, Inkontinenz -versorgung und einfacher Wundversorgung, ebenso die Krankenbeobachtung und prophylaktische Pflegemaßnahmen (etwa das Anlegen von Bandagen) und schließlich die Pflege, Reinigung und Desinfektion verwendeter Pflegebehelfe. Der gehobene Dienst führt neben den Tätigkeiten der medizinischen Hauskrankenpflege beispielsweise auch die Erhebung des Pflege- und Betreuungsbedarfs durch, erstellt Pflege- und Betreuungspläne, ist für die Überwachung, Koordination und Evaluierung des Pflege- bzw. Betreuungsprozesses verantwortlich, leitet außerdem Klienten oder deren Angehörige an oder schult sie, wenn erforderlich und möglich, in der Durchführung bestimmter Tätigkeiten ein.
Medizinische Hauskrankenpflege
Die medizinische Hauskrankenpflege ist eine Leistung, die den Aufenthalt in einem Krankenhaus ersetzen bzw. verkürzen soll. Sie erfolgt ausschließlich durch Angehörige des gehobenen Dienstes für Gesundheits- und Krankenpflege und umfasst besondere Pflegeleistungen. Dies sind jene, die im sogenannten »mitverantwortlichen Bereich« liegen, was bedeutet, dass auf ärztliche Anordnung bei therapeutischen und diagnostischen Maßnahmen mitgewirkt wird. Dabei handelt es sich etwa um Vorbereitung und Verabreichung von Medikamenten und Injektionen (zumeist subkutan und intramuskulär), das Setzen von transurethralen Blasenkathetern, die Blutentnahme aus Venen und Kapillaren, die Durchführung von Darmeinläufen, Wundmanagement bzw. Versorgung von Wunden, Durchführung von Verbandswechseln, die Versorgung von Sonden und die Durchführung von Sondenernährung oder die Stomaversorgung. Die medizinische Hauskrankenpflege ist zunächst auf eine Dauer von vier Wochen beschränkt und muss danach Chef-ärztlich bewilligt werden. Für den Klienten ist sie kostenfrei, während für die nichtmedizinische Hauskrankenpflege das Pflegegeld vorgesehen ist.
Besuchsdienste
Das Tätigkeitsgebiet von Besuchsdiensten liegt hauptsächlich in der Förderung und im Angebot sozialer Kontakte sowie in der Erledigung von Einkäufen und Botengängen bzw. der Begleitung dabei. Es kommen also Spaziergänge, die Begleitung zu Terminen aller Art (Arzt, Behördengänge, kulturelle Veranstaltungen, Ambulanzen oder Fußpflege etc.) infrage. Besuchsdienste können auch die Pflege von Blumen, Zimmerpflanzen und Tieren über- nehmen, die Angehörigen von zu betreuenden Personen unterstützen und etwa die Post bei sehbehinderten Klienten erledigen. Ein weiteres wichtiges Aufgabengebiet ist die Beschäftigung mit der zu betreuenden Person durch Spiele, Gespräche oder Ähnliches.
Reinigungsdienste
Diese Art von diensten führen Reinigungs- und Aufräumarbeiten durch, wozu etwa die Reinigung von Böden und Fenstern, Türen und sanitären Bereichen gehört. Auch die Pflege von Möbeln, das Waschen und Wechseln von Vorhängen ist ihrem Tätigkeitsbereich zuzurechnen, während die Heimhilfe beispielsweise Staub saugt, kleinere Reinigungsarbeiten durchführt oder Geschirr wäscht.
Personenbetreuung
Die Personenbetreuung ermöglicht Betreuung unter Einbeziehung einzelner leichter pflegerischer Leistungen an betreuungsbedürftigen Menschen, wobei das Tätigkeitsgebiet wie folgt aufgeteilt ist: Haushaltsnahe Tätigkeiten (von Botengängen über die Wäscheversorgung bis zur Reinigung) Tätigkeiten in Zusammenhang mit der Förderung sozialer Kontakte (z. B. auch gemeinsame Freizeitgestaltung) Tätigkeiten, die bei der Lebensführung unterstützen sollen Zu Letzteren zählen die Unterstützung bei der oralen Nahrungs-, Flüssigkeits- und Medikamenteneinnahme, die Unterstützung bei der Körperpflege sowie beim An- und Auskleiden, der Ausscheidung (Wechsel von Inkontinenzversorgungsartikeln und Benutzung von Toilette oder Toilettenstuhl) und schließlich die Unterstützung bei Bewegungsabläufen wie Aufstehen, Gehen oder Niederlegen.
Teilstationäre Pflege- und Betreuungsformen
Teilstationären Pflege- und Betreuungsformen ist gemeint, dass der alte Mensch dort nicht sein ganzes Leben verbringen muss, sondern sich nur teilweise dort aufhält, bzw. dass (wie etwa beim betreuten Wohnen) Pflege und Betreuung nicht rund um die Uhr, sondern nur punktuell stattfinden. Ihnen können wiederum
  • Akutbehandlung,
  • Angebote aus dem Bereich der Kurzzeitpflege,
  • Formen des betreuten Wohnens und
  • Tageszentren zugerechnet werden.
Akutbehandlung
Akut Geriatrie (Akutbehandlung) ist die Abteilungen in Akutkrankenhäusern, die die medizinische und pflegerische – disziplinübergreifende – Primärversorgung geriatrischer Klienten sicherstellen sollen. Des Weiteren dienen sie der Weiterversorgung und -behandlung geriatrischer Klienten aus anderen Bereichen. Wesentliche Aufgabe der Akut Geriatrie ist auch die Re-Mobilisation, also die Wiederherstellung von Mobilität und Selbstständigkeit, soweit dies möglich ist – manche Abteilungen haben den Terminus »Re-Mobilisation« daher ebenfalls in ihre Bezeichnung aufgenommen. Die Zielgruppen von akut Geriatrischen Abteilungen sind Klienten, bei denen folgende Kriterien vorliegen:
  • Somatische oder psychische Multimorbidität, die eine stationäre Akutbehandlung erforderlich macht.
  • Einschränkung oder Bedrohung der Selbstständigkeit durch den Verlust funktioneller
  • und ggf. kognitiver Fähigkeiten oder durch psychische Probleme im Rahmen einer Erkrankung.
  • Bedarf an funktionsfördernden, funktionserhaltenden oder Re-integrierenden Maßnahmen
Kurzzeitpflege
Kurzzeitpflege steht zunächst für die zeitlich befristete Unterbringung in einer Einrichtung für die geriatrische Pflege und findet zumeist aus drei Gründen statt:
  • Urlaubsbetreuung pflegebedürftiger Klienten zur Entlastung pflegender Angehöriger oder
  • Vorübergehende Unterbringung in einem Wohn- oder Pflegeheim aufgrund zeitweilig erhöhten Pflegebedarfs.
Formen des betreuten Wohnens
Beim betreuten (manchmal auch betreubaren) Wohnen sind zwei Leistungen miteinander gekoppelt. Die eine umfasst ein Wohnumfeld mit weitgehend barrierefreier Bewegungsmöglichkeit, die andere verschiedene Pflege- und Betreuungsleistungen. Die Angebote sind höchst unterschiedlich und enthalten verschiedene Leistungsspektren. Gemeinsam ist ihnen, dass die Klienten weitgehend unabhängig und selbstbestimmt in Wohnungen oder Appartements leben und dann Hilfe in Anspruch nehmen können, wenn sie nötig ist. Dies bietet die Kombination von Unabhängigkeit und Sicherheit und stellt eine Alternative zum Umzug in ein Pflegeheim dar. Am einfachsten ist das betreute/betreubare Wohnen für ältere Menschen mit leichtem Bedarf an Pflege bzw. Betreuung umsetzbar. Durch Rufanlagen zu Pflegestützpunkten bzw. Notrufanlagen zu Rettungsdiensten werden die erforderlichen Leistungen sichergestellt, wobei im Bedarfsfall Pflege- oder Betreuungspersonen gerufen werden können, manchmal kommen diese auch regelmäßig zu vereinbarten Fixzeitpunkten. Die Klienten können entweder im eigenen Wohnumfeld kochen oder auf Dienste zurückgreifen (und sich etwa der Möglichkeit bedienen, mit Mahlzeiten versorgt zu werden). Betreutes Wohnen wird in Form eigener Wohnhäuser oder an Pflegeheime angeschlossen angeboten.
Tageszentren
Tageszentren für Senioren bieten die Möglichkeit der individuellen Betreuung tagsüber, meist an Wochentagen im Zeittraum von 8 bis 17 Uhr. Üblicherweise kann auch ein nur tageweiser Besuch erfolgen. Voraussetzung für den Besuch eines Tageszentrums seitens des Klienten ist lediglich, dass er nicht bettlägerig ist. Pflege und Betreuung können auf ein eventuelles Krankheitsbild abgestimmt erfolgen (z. B. Insult, Parkinson-Erkrankung, demenzielle Erkrankung). Abholung und Transport nach Hause erfolgen in der Regel durch Fahrtendienste, deren Organisation wiederum durch das Tageszentrum durchgeführt wird. Im Rahmen der dort angebotenen Pflegeleistungen können auch Unterstützung bei der Inkontinenzversorgung, Kontrollen und evtl. erforderliche weitere pflegerische Tätigkeiten – in manchen Einrichtungen sogar Körperpflege bis hin zum Vollbad – erfolgen, ebenso Beratungen durch Sozialarbeiter bzw. Beratung von Angehörigen. Besondere Schwerpunkte in Tageszentren sind aber die bedarfsgerechte Animation und Beschäftigung (Gedächtnistraining, Bastel- und Werkgruppen, Musikgruppen, Feste, Feiern und Ausflüge), Bewegungstraining oder Therapien zur Wiederherstellung der Alltagsfertigkeiten. Auch im Tageszentrum wird interdisziplinär gearbeitet, pflegende (Pflegeassistenten und der gehobene Dienst), Ergotherapeuten, Physiotherapeuten, Animateure sowie Sozialarbeiter sind um die gemeinsame Pflege, Förderung und Betreuung der Klienten bemüht. Ziele der Betreuung und Versorgung in Tageszentren sind die Integration in die Gemeinschaft und Gesellschaft, die Wiederherstellung verschiedener Fähigkeiten, die Förderung von Ressourcen und die Vermeidung von Isolation.
Stationäre Pflege- und Betreuungsformen
Kann der Pflegebedarf im häuslichen Umfeld auch durch 24-Stunden-Betreuung / Pflege bzw. andere Dienste nicht mehr ausreichend sichergestellt werden, ist die Unterbringung in einer Pflegeeinrichtung möglich. Mehr lesen …
Wohngemeinschaften, Hausgemeinschaften
Abgesehen davon, dass Betagte sich natürlich (wie jüngere Menschen auch) in Wohngemeinschaften zusammenfinden und diese Wohn- und Lebensform grundsätzlich auch völlig autonom organisieren können, wird sie auch in Form betreuter Wohngemeinschaften angeboten (z. B. Caritas Socialis, Wiener Hilfswerk, Wiener Sozialdienste Alten- und Pflegedienste GmbH oder Kuratorium Wiener Pensionistenhäuser, Hausgemeinschaften der Caritas »Casa« oder der Diakonie). Mehr lesen …
Generationen-Wohnen
Die Idee des Generationen-Wohnens ist es, ein Miteinander von Jungen und Älteren zu schaffen, das allen zugutekommt. Grundsätzlich kann es auch als Versuch verstanden werden, eine Atmosphäre bzw. Lebensstruktur, die jener der Großfamilie (die es heute meist nicht mehr gibt) ähnelt, entstehen zu lassen. Mehr lesen …
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