Körperpflege

24 Stunden Pflege – Körperpflege

Duschen meist verträglicher als Baden

Wenn Sie ein paar Vorkehrungen in Ihrer Wohnung treffen, können Sie auch älteren geschwächten Menschen noch zu einem regelmäßigen Duschbad verhelfen. Duschen regt den Kreislauf an, ohne ihn unnötig zu belasten. Außerdem ist es einfach die hygienischste Art, sich zu waschen. Es ist auch für Sie, die Sie pflegen, der einfachste Weg, Ihrem Partner oder Angehörigen bei der Körperpflege zu helfen.

Tipp: ein Duschstuhl

Ganz problemlos wird die Prozedur, wenn Sie sich einen Duschstuhl besorgen. Er hat seitliche Armlehnen, die sich für den Weg aus dem Bett wegklappen lassen, eine Fußbank und ein Geländer vorn. Mit einer kleinen baulichen Maßnahme im Bad müssen Sie nur dafür sorgen, dass Sie ihn ebenerdig unter die Dusche rollen können.

Diese Stühle lassen sich auch zu Toilettenstühlen umfunktionieren. Sie sind dazu höhenverstellbar, sodass sie sich jeder Toilettenhöhe anpassen, und haben in der Sitzmitte eine herausnehmbare Klappe. Ihr Vorteil: Sie müssen das Auffanggefäß nicht entsorgen, sondern können dazu einfach die Toilettenspülung benutzen.
An der Wand befestigte, abklappbare Duschsitze oder Duschhocker mit rutschsicheren Gummikappen machen auch das Sitzen in der Duschkabine möglich. Auch Badewannensitze, die man auf der Badewannenumrandung anbringt, ermöglichen das Duschen im Sitzen in der Badewanne. Ihr Nachteil: Der geschwächte Mensch muss aus eigener oder durch Ihre Anstrengung unter die Dusche gelangen.
Barrierefreie Dusche – barrierefrei

Die gesamte Duschkabine ist seniorengerecht gestaltet. Ohne Seitenwände, barrierefrei, gefliest rutschfest und ohne Duschwanne!

Kosten etwa 5000 € bis 7000 €

Pflege Info - Seniorenbetreuung Wien - Angehörige

Baden nur nach Absprache mit dem Arzt

Geschwächte ältere Menschen können auch baden, wenn der behandelnde Arzt keine Bedenken hat und Ihr Partner oder Angehöriger fähig ist, mit Ihrer Unterstützung und mithilfe angebrachter Haltegriffe in die Badewanne zu steigen bzw. wieder herauszukommen. Eine rutschsichere Badewannenmatte ist allerdings unabdingbar.

Wenn der hilfsbedürftige Mensch sehr klein und recht schwach ist, kann auch ein Badewannenverkürzer sinnvoll sein. Er kann sich dann im Sitzen mit den Füßen daran abstützen. Eine Nackenstütze sorgt zusätzlich für Bequemlichkeit und Halt.
Im Sanitätsfachhandel gibt es viele gute Produkte: Sitze und Lifter, die ohne Kräfteverschleiß ein Vollbad oder ein Rüber rutschen auf den Duschstuhl ermöglichen.

Rasieren

Kann Ihr Partner sich selbst rasieren, wird er das wie gewohnt nass oder trocken erledigen. Müssen Sie diese Aufgabe übernehmen, sollten Sie ihn elektrisch rasieren, weil Sie ihn mit dieser Methode garantiert nicht schneiden können.

Waschen im Bett

Erst wenn baden oder duschen auf dem Duschstuhl oder waschen im Sitzen vor dem Waschbecken nicht mehr möglich sind, sollten Sie Ihrem Partner oder Angehörigen dabei helfen, sich im Bett zu waschen.

Auch hier gilt: Alles, was ein bettlägeriger Mensch selbst tun kann, wie Gesicht, Hände und Oberkörper waschen und abtrocknen, sich eincremen oder kämmen, sollten Sie ihm selbst überlassen im Sinne einer aktivierenden Pflege. Sie sollten beim Waschen in der Nähe sein und gegebenenfalls assistieren. Alles, was seine Eigenständigkeit erhält, fördert seine Selbstachtung, vielleicht auch seinen Lebensmut.

Zeitpunkt gut auswählen

Der Zeitpunkt sollte sich nicht strikt nach der Tageszeit richten, sondern so gewählt werden, dass der geschwächte Mensch sich einigermaßen frisch fühlt und guter Dinge ist. Besprechen Sie sich vorher mit ihm, damit er sich darauf einstellen kann. Ist er kaum ansprechbar, sollten Sie dennoch einen Zeitpunkt wählen, der Ihnen aus seiner Sicht günstig erscheint. Legen Sie dann alles parat und sorgen Sie dafür, dass es im Zimmer richtig schön warm ist.

Sie brauchen dazu:

  • ein Tablett für alle Pflegeutensilien, wie z. B. Flüssigseife, Gesichtscreme, Körperlotion, Wattestäbchen, Pflegeschaum, Shampoo, Kamm/Bürste
  • Waschlappen, Handtücher
  • frische Nachtwäsche, evtl. auch Bettwäsche und Einmal-Unterlagen
  • eine Waschschüssel, reichlich gefüllt mit angenehm warmem Wasser, einen Wäschekorb, Abfalleimer
  • einen Stuhl neben dem Bett als Ablage für Kissen und Decken

Stellen Sie die Liegefläche des Bettes so hoch, dass Sie nicht nach vorne gebückt arbeiten können. Entfernen Sie die Kopfkissen – bis auf das „kleine Fritzchen“ – und schlagen Sie die Bettdecke bis Taillen Höhe zurück. Legen Sie nun ein Handtuch unter den Kopf, ein zweites immer unter die Körperpartie, die Sie gerade waschen.

Waschen bedeutet Körperkontakt und kann – wenn Sie es wollen – sehr viel Zuwendung und sogar Zärtlichkeit ausdrücken. Damit sich der kranke, schwache Mensch angenommen und respektiert fühlt, reden Sie mit ihm und sagen Sie immer jeweils an, was Sie gleich tun wollen. Verwenden Sie immer einen frischen, kochfesten Waschlappen oder ein Einwegwaschtuch. Trocknen Sie jede Körperpartie nach dem Waschen sofort ab und cremen Sie sie gut ein.

Reihenfolge

Die Reihenfolge sollten Sie nach den Bedürfnissen und Gewohnheiten Ihres Angehörigen wählen. So könnten Sie z. B. vorgehen:

  • Zuerst das Gesicht mit klarem Wasser, dann mit Flüssigseife (ph-neutral, seifenfrei und rückfettend) reinigen,
  • nun die Ohrmuscheln, die Partie hinter den Ohren und den Hals,
  • dann die Hände, die Fingerzwischenräume, die Arme sowie die Achselhöhlen,
  • den Brustkorb, den Bauch, den Nabel und abschließend
  • den Rücken und Nacken im Sitzen waschen.

Ist das nicht möglich, sollten Sie den geschwächten Menschen mit dem Schulter-Becken-Griff (siehe Heben, Tragen, Bewegen) auf die Seite drehen. Dabei können Sie gleich sein Haar am Hinterkopf entwirren, gut durchbürsten und kämmen.

  • Nach dem Eincremen von Oberkörper und Rücken ein frisches Nachthemd bis Taillen Höhe oder ein Schlafanzugoberteil überstreifen und die Bettdecke weglegen.
  • Jetzt kommen Füße, Zehenzwischenräume und Beine an die Reihe.
  • Machen Sie eine kurze Pause, decken Sie den Kranken gut zu und gehen Sie frisches, angenehm warmes Wasser holen.
  • Nun den Genitalbereich immer von „vorne nach hinten“, also zur Darmöffnung hin, waschen und abtrocknen. So können keine Keime, Bakterien oder Pilzinfektionen aus dem Darmtrakt in Scheide und Harnröhre gelangen und möglicherweise Entzündungen verursachen.
  • Zum Abschluss drehen Sie den bettlägerigen Menschen auf die Seite und waschen den Po. Danach auch diese Körperpartien gut abtrocknen, ein- cremen und die Haut sorgsam auf beginnende Druckgeschwüre kontrollieren. Außerdem sollten Sie Hautfalten unter Busen und Bauch, im Genital- und Analbereich, die Zwischenräume von Fingern und Zehen sowie den Nabel untersuchen und bei Hautveränderungen, wie z. B. wunden Stellen, den Hausarzt informieren.
  • Abschließend werden Nachthemd bzw. Schlafanzug vollständig angezogen, unter dem Po bis zu den Knien glatt gestrichen, Kissen und Bett- decke gut aufgeschüttelt und zurück an Ihren Platz gelegt.
  • Zum Schluss Haare kämmen, Gesicht eincremen und – nicht vergessen!
  • einen Handspiegel anreichen. Der bettlägerige Mensch kann sich ja ohne Ihre Hilfe nicht mehr im Spiegel betrachten.

Hautpflege

Die Haut wird ganz von Natur aus mit zunehmendem Alter trocken und unelastisch. Ist der Mensch zusätzlich geschwächt und bettlägerig, kann sich das verstärken. Deshalb sollten zum Waschen nur seifenfreie, rückfettende Reinigungspräparate verwendet werden. Fetthaltige Cremes, Lotionen oder Öle nach dem Waschen bzw. Duschen erhalten die Haut glatt und geschmeidig und schützen sie vor Reizungen. Ganz wichtig ist es auch, sie z. B. bei Inkontinenz gut zu schützen. Die Gesichtspflege verlangt andere Produkte als die Hautpflege des Körpers oder der Hautschutz vor dem Wundliegen oder dem Wundwerden im Genitalbereich. Am besten beraten Sie sich mit einer erfahrenen Altenpflegerin oder einem erfahrenen Altenpfleger, welche Pflegemaßnahmen, individuell auf Ihren Fall bezogen, die richtigen sind. Wie beim Wundliegen gilt, auch bei der Haut- pflege die allgemeine Regel: Vorbeugen ist leichter als Heilen.

Mundhygiene

Zweimal täglich möchte auch der ständig bettlägerige Mensch seine Zähne putzen und mehrmals täglich seinen Mund spülen. Stellen Sie ihm die entsprechenden Utensilien gut erreichbar auf seinen Betttisch.

Die dritten Zähne müssen ebenfalls zweimal täglich gründlich gereinigt und unter fließendem Wasser abgespült werden. Die zu pflegende Person sollte sie tagsüber und möglichst auch in der Nacht tragen. Dies ist wichtig, um einer Verformung der Kiefer vorzubeugen. Kann die pflegebedürftige Person ihre Zahn- und Mundpflege nicht allein durchführen, sollten Sie das sehr gewissenhaft übernehmen, da der Mund sehr anfällig für Entzündungen ist. Mundpflege wird erst recht wichtig, wenn die oder der Kranke künstlich ernährt wird.

Ist Ihr Partner, Ihr Angehöriger so schwach, dass ständig mit geöffnetem Mund geatmet und kaum selbst getrunken wird, sollten Sie Watte oder einen Mulltupfer z. B. mit Kamillen- oder Salbeitee oder mit Glyzerin plus Zitronensaft tränken und Mundhöhle und Zunge mehrmals täglich damit befeuchten. Sie können auch den Kopf auf die Seite drehen und mehrmals am Tag zusätzlich ein paar Tropfen Tee auf die Innenseiten der Wangen träufeln. Auch künstlicher Speichel (aus der Sprühdose) kann das Austrocknen von Mundhöhle und Zunge mildern. Die Lippen können Sie mit entsprechenden Fettstiften oder Salben davor schützen, dass sie spröde oder gar rissig werden.

Augen-, Nasen- und Ohrenpflege

Bei zunehmender Schwäche werden die geschlossenen Augen mit klarem Wasser vom äußeren zum inneren Augenwinkel hin, gewaschen. Bei Reizungen der Lidränder oder bei zu trockener Hornhaut (z.B. bei mangelndem Lidschlag) helfen entsprechende Augentropfen oder -salben, die die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt verordnet.

Ist die Nasenschleimhaut sehr trocken, sollten Sie sie mit angefeuchteten Wattestäbchen säubern und mit ein wenig Vaseline pflegen.
Die Ohrmuschel und ihre Rückseite werden mit einem Waschlappen gereinigt. Der äußere Gehörgang kann vorsichtig (nicht zu tief!) mit Wattestäbchen gesäubert werden. Ein Pfropf sollte nur vom Arzt entfernt werden.

Hand-, Fuß- und Nagelpflege

Ein ständig bettlägeriger Mensch wird es sehr genießen, wenn Sie ihm öfter die Hände und Füße baden. Danach lassen sich bequem die Nägel feilen und auch die Fußnägel kürzen. Eine Massage mit einer reichlich fetthaltigen

Lotion tut Händen, Füßen und Nägeln sehr wohl. Ein geschwächter, älterer kränkelnder Mensch besonders ein Zuckerkranker – leidet sehr häufig unter Fußproblemen. Bei kleinsten Verletzungen kann es schnell zu schwersten Entzündungen kommen. In dem Fall ist anzuraten, die Füße regelmäßig von einer professionellen Fußpflegerin oder einem professionellen Fußpfleger versorgen zu lassen.

Intimpflege

Ein heikles Thema: Die tägliche Intimpflege des vollständig immobilen Menschen wird oftmals sowohl von ihm selbst als auch von dem, der sie machen muss, als sehr unangenehm empfunden. Schön, wenn man es schafft, mit Behutsamkeit und liebevollem Ansagen – was man gerade tut und was die nächsten Schritte sind usw. – das Waschen zur notwendigen, täglichen Routine werden zu lassen. Wichtige Hilfsmittel – die, die Alltagsbelastung auch ein wenig mildern können – sind Einweg-Waschlappen, Handschuhe (z. B. bei Darminkontinenz), Zellstofftücher, Pflegeschaum und Duftsprays.

Bei Frauen werden als Erstes der Schamhaarbereich, dann die Scham- lippen- und Leistenregion von vorne nach hinten (also zum After hin) gewaschen. Auch beim Mann beginnt die Intimpflege mit der Genitalregion: Schamhaarbereich, Penis, Hodensack und Leistenfalten. Die Vorhaut des Penis wird täglich zurückgeschoben, die Eichel gereinigt und die Vorhaut wieder nach vorne gestreift.

Der zweite Schritt ist das Waschen von Gesäß und Gesäßfalte. Sorgsames Abtrocknen und Eincremen dieser Region sind besonders wichtig.

Blasen- und Darmentleerung

Pflegebedürftige Menschen können unter Umständen den Weg zur Toilette gar nicht oder nicht rechtzeitig schaffen. Eine ausgezeichnete Hilfe bietet der fahrbare (mit Bremsen versehene) Toilettenstuhl. Die Armlehnen sind wegzuklappen, sodass man von der Bettkante auf den Toilettenstuhl herüberrutschen kann. Der Topf unter dem Sitz kann entfernt und der Stuhl somit über jede Toilette geschoben werden. Das heißt, der pflegebedürftige Mensch macht, wie jeder andere auch, sein „Geschäft“ auf der Toilette (siehe auch Duschstuhl).

Falls der Topf des Toilettenstuhls benutzt werden muss, ist es nützlich, ihn mit etwas Wasser zu füllen und ein Papiertuch einzulegen, eventuell auch ein paar Tropfen Duftöl hinzuzufügen. So lässt er sich weniger lästig leeren.

Bei pflegebedürftigen Menschen, die zwar ständig bettlägerig, aber dennoch fähig sind, sich zu melden, wenn sie mal müssen, sind Urinflaschen und/oder Steckbecken (Bettpfanne) die einzige Möglichkeit.

Urinflaschen

Urinflaschen gibt es für Männer und Frauen. Sie werden so angelegt, dass sich die flache Ebene zwischen den Oberschenkeln befindet. Falls irgend möglich, sollte der Mann selbst den Penis in den Hals der Urinflasche legen. Mit weichem Papier kann er anschließend den Penis abtupfen. Für das anschließende Säubern der Hände eignen sich Erfrischungstücher bzw. ein Handbad. Nach Leerung und Säuberung kann die Urinflasche in einem Gestell am Bett deponiert werden – vorausgesetzt, der Mann benutzt sie selbstständig.

Steckbecken

Steckbecken sollten Sie vor dem Gebrauch warm abspülen, weil sie sonst als eiskalter Fremdkörper empfunden werden. Legen Sie ein angefeuchtetes Papiertuch hinein, dann machen Sie sich die Entsorgung leichter. Geben Sie nun eine Einmal-Unterlage unter den Po und schieben Sie das Becken unter den Kreuzbeinbereich. Bitten Sie den geschwächten Menschen, dass er die Beine aufstellt und sein Becken kurz anhebt, damit Sie es unterschieben können.
Ist dies nicht möglich, legen Sie die zu pflegende Person auf die Seite, drücken dann das Steckbecken an und drehen sie wieder auf den Rücken.

Bevor sie ihr Geschäft macht, stellen Sie das Kopfteil in Sitzposition. Zum Abschluss legen Sie ihr die Decke wieder bis Taillen Höhe über und geben ihr eine Klingel, damit sie sich melden kann, wenn sie fertig ist.

Zum Säubern decken Sie zuerst das Steckbecken ab. Anschließend legen Sie den bettlägerigen Menschen auf die Seite und ziehen danach seine Nachtwäsche sorgfältig glatt und lagern ihn wieder bequem. Abschließend wird das Steckbecken entsorgt.

Bei diesen Handreichungen sollten Sie unbedingt Einmal-Handschuhe tragen.

Haarwäsche

Mit einer Kopfwaschwanne kann auch im Bett die Haarwäsche relativ problemlos durchgeführt werden. Stellen Sie das Kopfteil des Bettes flach. Falten Sie eine
Decke auf die halbe Höhe der Kopfwaschwanne zusammen. Schützen Sie das Bett und die Decke mit einem Abfallsack vor Nässe. Legen Sie ein längs gefaltetes Handtuch auf Nackenhöhe der betroffenen Person. Führen Sie den Schlauch in einen bereitgestellten Wassereimer.

Lassen Sie sich von Ihren Angehörigen sagen, welche Temperatur das Wasser haben soll, und füllen Sie das Wasser in eine Schüssel. Richten Sie sich das Haarwaschmittel, ein Handtuch und den Föhn sowie ein Gefäß (z.B. Litermaß) zum Gießen in Reichweite der Waschschüssel.

Nach dem Befeuchten der Haare waschen Sie diese, wie die betroffene Person das wünscht, und spülen das Shampoo gut aus. Nach dem Föhnen gehen Sie mit gespreizten Fingern durch das Haar, um Restfeuchtigkeit zu erkennen.
Vor dem Entfernen des Materials achten Sie bitte darauf, dass die Kopfwaschwanne und der abführende Schlauch leer sind. Pflegeberatung

Wo bean­trage ich Pflegegeld? Muss die Wohnung umgebaut werden? Welche Hilfen gibt es überhaupt? Berater helfen Familien im Pflegefall, den Alltag neu zu organisieren. Pflegeberatung, mehr lesen …

Nach dem Krankenhaus

Entlassungsmanagement. Wer aus der Klinik kommt, ist noch lange nicht gesund Krankenhäuser müssen alles Nötige organisieren, damit Patienten gut versorgt sind. Das Entlassungsmanagement, welches auch von der Österreichischen Regierung unterstüzt wird, sollte Ihnen hierbei behilflich sein! Sie können auch Rat von diversen Pflegefirmen holen wie z.B. von Betreuer24.

Einfacher leben mit Ausweis

Schwerbehindert. Jeder Schwerbehinderte hat ein Recht auf Hilfe Und Unter­ stützung. Voraussetzung dafür ist ein Schwerbehin­ dertenausweis.

Behindertenausweis: Mehr lesen …

Gut versorgt daheim

Wenn der Alltag gut organisiert wird, können alte und kran­ke Menschen noch jahrelang in ihren eigenen vier Wän­den leben. Dienstleister hel­fen ihnen dabei.

Geld für Hilfe – Pflegeförderung

Persönliches Budget. Senioren, Alters kranke, Behinderte und chronisch kranke Menschen können ihre benötigte Hilfe im Alltag selbst organisieren und so vom Leistungsempfänger zum Arbeitgeber werden.

Gegen die Einsamkeit

Senioren mit wenigen Sozialkontakten erkranken häufiger und müs­sen früher in ein Heim. Eh­renamtliche Besuchsdienste helfen das zu vermeiden.

Trost und Rat für Pflegebegleiter

Wer Ange­hörige pflegt, stößt oft selbst an seine Belastungsgrenzen. Ehrenamtliche Pflegebeglei­ter kümmern sich um die Pflegenden, beraten sie und hören zu.

Hilfe für Pflegebegleiter

Wer einen An­gehörigen zu Hause pflegt, fühlt sich oft alleingelassen. Selbsthilfegruppen und Kurse bieten Kontakt zu an­ deren – häufig auch online.

Wohnformen für Senioren

Diese Möglichkeiten für das Wohnen im Alter gibt es:

Mobile Pflege- und Betreuungsformen
Den mobilen Pflege- und Betreuungsformen sind die sogenannten mobilen Dienste zugeordnet. Sie umfassen eine Summe unterschiedlicher Leistungsangebote für die Pflege und Betreuung alter Menschen in deren eigener Wohnung (24 Stunden Pflege zu Hause). Sie werden auch als ambulante oder mobile Dienste, soziale Dienste, Gesundheitsdienste oder 24 Stunden Pflege – Dienste bezeichnet und beinhalten im Wesentlichen die Heimhilfe, die Hauskrankenpflege und die medizinische Hauskrankenpflege, Besuchs- und Reinigungsdienste sowie die (24-Stunden-) Personen-Betreuung.
Heimhilfe
Die Aufgabengebiete der Heimhilfe sind im Wesentlichen die Hilfestellung bei Hausarbeiten – was bestimmte leichte Reinigungsarbeiten (wie die Reinigung in Bad und WC, Staubsaugen, Bodenkehren oder Bettenmachen) inkludiert –, die Wäscheversorgung, die Reinigung von Geschirr und das Vorbereiten von Mahlzeiten, aber auch die Besorgung des Einheizens, die Erledigung von Einkäufen und Besorgung von Medikamenten, die Versorgung von Haustieren, die Förderung von Sozialkontakten und die Unterstützung bei der Basisversorgung. Diese umfasst eine unterstützende Versorgung in Zusammenhang mit Körperpflege und Bewegung, dem Ausscheiden, beim An- und Auskleiden sowie beim Essen und Trinken, ebenso die Assistenz bei der Einnahme von oralen Medikamenten bzw. das Erinnern an die Einnahme, ebenso z. B. die Applikation von verordneten Salben, Cremes oder Pflegeprodukten. Anzumerken ist hier, dass die Unterstützung bei der Basisversorgung (einschließlich der Unterstützung bei der Einnahme und Anwendung von Arzneimitteln) nur unter Anleitung und Aufsicht von Angehörigen der Gesundheitsberufe durchgeführt werden darf.
Hauskrankenpflege
Die Hauskrankenpflege wird – mit unterschiedlichen Tätigkeitsbereichen – von Pflegeassistenten und von Angehörigen des gehobenen Dienstes für Gesundheits- und Krankenpflege durchgeführt, wobei die Pflegeassistenten unter Anordnung und Aufsicht des gehobenen Dienstes arbeiten. Sie umfasst pflegerische Maßnahmen wie Körper-, Haut-, Haar- und Zahn- pflege sowie in Zusammenhang mit Ernährung, Mobilisation und Lagerung, Inkontinenz -versorgung und einfacher Wundversorgung, ebenso die Krankenbeobachtung und prophylaktische Pflegemaßnahmen (etwa das Anlegen von Bandagen) und schließlich die Pflege, Reinigung und Desinfektion verwendeter Pflegebehelfe. Der gehobene Dienst führt neben den Tätigkeiten der medizinischen Hauskrankenpflege beispielsweise auch die Erhebung des Pflege- und Betreuungsbedarfs durch, erstellt Pflege- und Betreuungspläne, ist für die Überwachung, Koordination und Evaluierung des Pflege- bzw. Betreuungsprozesses verantwortlich, leitet außerdem Klienten oder deren Angehörige an oder schult sie, wenn erforderlich und möglich, in der Durchführung bestimmter Tätigkeiten ein.
Medizinische Hauskrankenpflege
Die medizinische Hauskrankenpflege ist eine Leistung, die den Aufenthalt in einem Krankenhaus ersetzen bzw. verkürzen soll. Sie erfolgt ausschließlich durch Angehörige des gehobenen Dienstes für Gesundheits- und Krankenpflege und umfasst besondere Pflegeleistungen. Dies sind jene, die im sogenannten »mitverantwortlichen Bereich« liegen, was bedeutet, dass auf ärztliche Anordnung bei therapeutischen und diagnostischen Maßnahmen mitgewirkt wird. Dabei handelt es sich etwa um Vorbereitung und Verabreichung von Medikamenten und Injektionen (zumeist subkutan und intramuskulär), das Setzen von transurethralen Blasenkathetern, die Blutentnahme aus Venen und Kapillaren, die Durchführung von Darmeinläufen, Wundmanagement bzw. Versorgung von Wunden, Durchführung von Verbandswechseln, die Versorgung von Sonden und die Durchführung von Sondenernährung oder die Stomaversorgung. Die medizinische Hauskrankenpflege ist zunächst auf eine Dauer von vier Wochen beschränkt und muss danach Chef-ärztlich bewilligt werden. Für den Klienten ist sie kostenfrei, während für die nichtmedizinische Hauskrankenpflege das Pflegegeld vorgesehen ist.
Besuchsdienste
Das Tätigkeitsgebiet von Besuchsdiensten liegt hauptsächlich in der Förderung und im Angebot sozialer Kontakte sowie in der Erledigung von Einkäufen und Botengängen bzw. der Begleitung dabei. Es kommen also Spaziergänge, die Begleitung zu Terminen aller Art (Arzt, Behördengänge, kulturelle Veranstaltungen, Ambulanzen oder Fußpflege etc.) infrage. Besuchsdienste können auch die Pflege von Blumen, Zimmerpflanzen und Tieren über- nehmen, die Angehörigen von zu betreuenden Personen unterstützen und etwa die Post bei sehbehinderten Klienten erledigen. Ein weiteres wichtiges Aufgabengebiet ist die Beschäftigung mit der zu betreuenden Person durch Spiele, Gespräche oder Ähnliches.
Reinigungsdienste
Diese Art von diensten führen Reinigungs- und Aufräumarbeiten durch, wozu etwa die Reinigung von Böden und Fenstern, Türen und sanitären Bereichen gehört. Auch die Pflege von Möbeln, das Waschen und Wechseln von Vorhängen ist ihrem Tätigkeitsbereich zuzurechnen, während die Heimhilfe beispielsweise Staub saugt, kleinere Reinigungsarbeiten durchführt oder Geschirr wäscht.
Personenbetreuung
Die Personenbetreuung ermöglicht Betreuung unter Einbeziehung einzelner leichter pflegerischer Leistungen an betreuungsbedürftigen Menschen, wobei das Tätigkeitsgebiet wie folgt aufgeteilt ist: Haushaltsnahe Tätigkeiten (von Botengängen über die Wäscheversorgung bis zur Reinigung) Tätigkeiten in Zusammenhang mit der Förderung sozialer Kontakte (z. B. auch gemeinsame Freizeitgestaltung) Tätigkeiten, die bei der Lebensführung unterstützen sollen Zu Letzteren zählen die Unterstützung bei der oralen Nahrungs-, Flüssigkeits- und Medikamenteneinnahme, die Unterstützung bei der Körperpflege sowie beim An- und Auskleiden, der Ausscheidung (Wechsel von Inkontinenzversorgungsartikeln und Benutzung von Toilette oder Toilettenstuhl) und schließlich die Unterstützung bei Bewegungsabläufen wie Aufstehen, Gehen oder Niederlegen.
Teilstationäre Pflege- und Betreuungsformen
Teilstationären Pflege- und Betreuungsformen ist gemeint, dass der alte Mensch dort nicht sein ganzes Leben verbringen muss, sondern sich nur teilweise dort aufhält, bzw. dass (wie etwa beim betreuten Wohnen) Pflege und Betreuung nicht rund um die Uhr, sondern nur punktuell stattfinden. Ihnen können wiederum
  • Akutbehandlung,
  • Angebote aus dem Bereich der Kurzzeitpflege,
  • Formen des betreuten Wohnens und
  • Tageszentren zugerechnet werden.
Akutbehandlung
Akut Geriatrie (Akutbehandlung) ist die Abteilungen in Akutkrankenhäusern, die die medizinische und pflegerische – disziplinübergreifende – Primärversorgung geriatrischer Klienten sicherstellen sollen. Des Weiteren dienen sie der Weiterversorgung und -behandlung geriatrischer Klienten aus anderen Bereichen. Wesentliche Aufgabe der Akut Geriatrie ist auch die Re-Mobilisation, also die Wiederherstellung von Mobilität und Selbstständigkeit, soweit dies möglich ist – manche Abteilungen haben den Terminus »Re-Mobilisation« daher ebenfalls in ihre Bezeichnung aufgenommen. Die Zielgruppen von akut Geriatrischen Abteilungen sind Klienten, bei denen folgende Kriterien vorliegen:
  • Somatische oder psychische Multimorbidität, die eine stationäre Akutbehandlung erforderlich macht.
  • Einschränkung oder Bedrohung der Selbstständigkeit durch den Verlust funktioneller
  • und ggf. kognitiver Fähigkeiten oder durch psychische Probleme im Rahmen einer Erkrankung.
  • Bedarf an funktionsfördernden, funktionserhaltenden oder Re-integrierenden Maßnahmen
Kurzzeitpflege
Kurzzeitpflege steht zunächst für die zeitlich befristete Unterbringung in einer Einrichtung für die geriatrische Pflege und findet zumeist aus drei Gründen statt:
  • Urlaubsbetreuung pflegebedürftiger Klienten zur Entlastung pflegender Angehöriger oder
  • Vorübergehende Unterbringung in einem Wohn- oder Pflegeheim aufgrund zeitweilig erhöhten Pflegebedarfs.
Formen des betreuten Wohnens
Beim betreuten (manchmal auch betreubaren) Wohnen sind zwei Leistungen miteinander gekoppelt. Die eine umfasst ein Wohnumfeld mit weitgehend barrierefreier Bewegungsmöglichkeit, die andere verschiedene Pflege- und Betreuungsleistungen. Die Angebote sind höchst unterschiedlich und enthalten verschiedene Leistungsspektren. Gemeinsam ist ihnen, dass die Klienten weitgehend unabhängig und selbstbestimmt in Wohnungen oder Appartements leben und dann Hilfe in Anspruch nehmen können, wenn sie nötig ist. Dies bietet die Kombination von Unabhängigkeit und Sicherheit und stellt eine Alternative zum Umzug in ein Pflegeheim dar. Am einfachsten ist das betreute/betreubare Wohnen für ältere Menschen mit leichtem Bedarf an Pflege bzw. Betreuung umsetzbar. Durch Rufanlagen zu Pflegestützpunkten bzw. Notrufanlagen zu Rettungsdiensten werden die erforderlichen Leistungen sichergestellt, wobei im Bedarfsfall Pflege- oder Betreuungspersonen gerufen werden können, manchmal kommen diese auch regelmäßig zu vereinbarten Fixzeitpunkten. Die Klienten können entweder im eigenen Wohnumfeld kochen oder auf Dienste zurückgreifen (und sich etwa der Möglichkeit bedienen, mit Mahlzeiten versorgt zu werden). Betreutes Wohnen wird in Form eigener Wohnhäuser oder an Pflegeheime angeschlossen angeboten.
Tageszentren
Tageszentren für Senioren bieten die Möglichkeit der individuellen Betreuung tagsüber, meist an Wochentagen im Zeittraum von 8 bis 17 Uhr. Üblicherweise kann auch ein nur tageweiser Besuch erfolgen. Voraussetzung für den Besuch eines Tageszentrums seitens des Klienten ist lediglich, dass er nicht bettlägerig ist. Pflege und Betreuung können auf ein eventuelles Krankheitsbild abgestimmt erfolgen (z. B. Insult, Parkinson-Erkrankung, demenzielle Erkrankung). Abholung und Transport nach Hause erfolgen in der Regel durch Fahrtendienste, deren Organisation wiederum durch das Tageszentrum durchgeführt wird. Im Rahmen der dort angebotenen Pflegeleistungen können auch Unterstützung bei der Inkontinenzversorgung, Kontrollen und evtl. erforderliche weitere pflegerische Tätigkeiten – in manchen Einrichtungen sogar Körperpflege bis hin zum Vollbad – erfolgen, ebenso Beratungen durch Sozialarbeiter bzw. Beratung von Angehörigen. Besondere Schwerpunkte in Tageszentren sind aber die bedarfsgerechte Animation und Beschäftigung (Gedächtnistraining, Bastel- und Werkgruppen, Musikgruppen, Feste, Feiern und Ausflüge), Bewegungstraining oder Therapien zur Wiederherstellung der Alltagsfertigkeiten. Auch im Tageszentrum wird interdisziplinär gearbeitet, pflegende (Pflegeassistenten und der gehobene Dienst), Ergotherapeuten, Physiotherapeuten, Animateure sowie Sozialarbeiter sind um die gemeinsame Pflege, Förderung und Betreuung der Klienten bemüht. Ziele der Betreuung und Versorgung in Tageszentren sind die Integration in die Gemeinschaft und Gesellschaft, die Wiederherstellung verschiedener Fähigkeiten, die Förderung von Ressourcen und die Vermeidung von Isolation.
Stationäre Pflege- und Betreuungsformen
Kann der Pflegebedarf im häuslichen Umfeld auch durch 24-Stunden-Betreuung / Pflege bzw. andere Dienste nicht mehr ausreichend sichergestellt werden, ist die Unterbringung in einer Pflegeeinrichtung möglich. Mehr lesen …
Wohngemeinschaften, Hausgemeinschaften
Abgesehen davon, dass Betagte sich natürlich (wie jüngere Menschen auch) in Wohngemeinschaften zusammenfinden und diese Wohn- und Lebensform grundsätzlich auch völlig autonom organisieren können, wird sie auch in Form betreuter Wohngemeinschaften angeboten (z. B. Caritas Socialis, Wiener Hilfswerk, Wiener Sozialdienste Alten- und Pflegedienste GmbH oder Kuratorium Wiener Pensionistenhäuser, Hausgemeinschaften der Caritas »Casa« oder der Diakonie). Mehr lesen …
Generationen-Wohnen
Die Idee des Generationen-Wohnens ist es, ein Miteinander von Jungen und Älteren zu schaffen, das allen zugutekommt. Grundsätzlich kann es auch als Versuch verstanden werden, eine Atmosphäre bzw. Lebensstruktur, die jener der Großfamilie (die es heute meist nicht mehr gibt) ähnelt, entstehen zu lassen. Mehr lesen …
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