Konversation mit Pflegebedürftigen

Techniken für gute Kommunikation

Gute Konversation macht glücklich

Die Konversation (richtig Gespräche Führen) ist eine Kunstform, die Anstrengung und Übung erfordert. Es ist mehr als die üblichen Begrüßungen, die aus Höflichkeit gegenüber Fremden und Bekannten, die wir auf der Straße passieren, ausgesprochen werden. Ein Gespräch ist ein bedeutungsvoller Austausch zwischen zwei oder mehr Menschen über Überzeugungen, Werte und Gefühle, sei es mündlich oder durch eine andere Art der Kommunikation wie das Schreiben von Nachrichten, Gesichtsgesten und Körperbewegungen.

Wie übt eine Person die Verbesserung von Gesprächen, um ein besserer Gesprächspartner zu werden?

Konzentrieren Sie sich auf die andere Person. Hören Sie wirklich zu, was gesagt wird. Eine Möglichkeit, dies in die Praxis umzusetzen, besteht darin, sich zu verpflichten, der anderen Person mindestens eine für das Gesprächsthema relevante Frage zu stellen. Wenn zu viele Fragen gestellt werden, könnte die sprechende Person denken, dass die Botschaft nicht klar vermittelt wird.
Lernen Sie die Interessen der anderen Person kennen. Seien Sie interessiert; es ist immer Zeit, mehr zu erfahren. Wenn Sie den Diskussionsgegenstand nicht kennen, stellen Sie Fragen. Oder finden Sie ein Thema, mit dem Sie vertraut sind, und vergleichen Sie es. Wenn die Person z.B. über das Kunstmuseum spricht und Sie noch nie dort waren, berichten Sie über Ihre Erfahrungen aus einem anderen Museum. Pflege Info - Seniorenbetreuung Wien - Angehörige Hören Sie aufmerksam zu. Fragen und Kommentare sind ein gutes Mittel, um zu vermitteln, dass Sie zuhören. Wenn man sie richtig einsetzt, zeigt aufmerksames Zuhören, wenn man nicht reagiert und dem Sprecher Zeit lässt, sich auszudrücken. Wichtig sind auch nicht verkehrte Zeichen (Augenkontakt und angemessenes Kopfnicken), die das Zuhören demonstrieren. Auch Ein-Wort-Antworten (ja, nein, OK, sicher) bestätigen das Gesagte.
Setzen Sie aktive Zuhörerfähigkeiten ein. Bieten Sie Ihre Meinungen an und achten Sie darauf, nicht wertend oder kritisch zu klingen. Wörter und Sätze, die gesagt werden müssen, können lauten: „Ich verstehe“, „Das ist sinnvoll“ oder „Ich verstehe nicht“, die alle die Kommentare des Sprechers bestätigen.

Wer Pflegezeit in Anspruch nehmen möchte, muss dies mindestens zehn Tage vor dem geplanten Beginn schriftlich ankündigen und mitteilen, für welchen Zeitraum und in welchem Umfang er sich freistellen lassen möchte. Die Pflegezeit kann nicht auf mehrere Zeitabschnitte aufgeteilt werden. Bei einer teilweisen Freistellung muss er angeben, wie viele Stunden er arbeiten kann und wie er diese Stunden verteilen möchte. Der Arbeitgeber kann eine teilweise Freistellung aus dringenden betrieblichen Gründen ablehnen. Voraussetzung für die Freistellung ist eine Bescheinigung, die die Pflegebedürftigkeit des oder der Angehörigen belegt. Diese Bescheinigung gibt es bei der Pflegekasse, dem Medizinischen Dienst der Krankenversicherung oder der privaten Pflege-Pflichtversicherung. Grundsätzlich kann die Pflegezeit nur mit Zustimmung des Arbeitgebers vorzeitig beendet werden. Wenn die gepflegte Person stirbt, in eine stationäre Einrichtung zieht oder die häusliche Pflege unmöglich wird, endet die Pflegezeit vier Wochen nach Eintritt dieser veränderten Umstände.

Bleiben Sie bei „sicheren“ Gesprächen. Wenn Sie eine 24 Stunden Betreuung / Pflege für ältere Menschen sind, gibt es wahrscheinlich Unterschiede in den sozialen Einstellungen, Wahrnehmungen und Werten. Seien Sie darauf vorbereitet, sich anzuhören, wie sich die heutige Zeit von den jüngeren Jahren des Pflegebedürftigen unterscheidet, und vermeiden Sie kontroverse Themen, die möglicherweise zu Meinungsverschiedenheiten führen könnten.

Diese Vorschläge tragen dazu bei, ein besserer Gesprächspartner zu werden, aber wie kann man damit anfangen? Die Kenntnis verschiedener Themen ist immer hilfreich, obwohl man sich in unbekannte Themen einarbeiten kann, indem man Fragen stellt und seine Erfahrungen mit den Gesprächspunkten vergleicht. Zeitungen oder ein anderes Nachrichtenangebot sind oft eine gute Quelle, um sich über aktuelle Ereignisse auf dem Laufenden zu halten. Einige Pflegebedürftige, insbesondere Menschen mit Alzheimer oder Demenz, sind möglicherweise nicht in der Lage, sich über die aktuellen Ereignisse auf dem Laufenden zu halten, oder die Inhalte sind für ihre Lebensumstände nicht relevant. Smalltalk über das Wetter, ein Fußballspiel, das Abendessen von gestern Abend oder eine Geschichte aus den Nachrichten sind gute Gesprächs Ansätze. Diese höflichen Gespräche können für den Betreuten, der sich bei der Kommunikation und dem offenen Austausch seiner Standpunkte sicher fühlen kann, den Ton angeben: „Mit diesem Betreuer kann man leicht reden“. Diese Art des Gesprächs kann eine angenehme Ablenkung von der aktuellen Situation des Pflegebedürftigen sein, oder für den Pflegebedürftigen, der mit seinen persönlichen Angelegenheiten und Informationen vorsichtig ist.

Weitere Vorschläge zur Aufnahme von Gesprächen

  • Ein Ereignis aus Ihrer täglichen, wöchentlichen oder monatlichen Routine Hobbys von Pflegenden und Pflegebedürftigen
  • Beliebte Restaurants, Feinkostläden und Bäckereien
  • Lieblingsrezepte, Desserts und andere Lebensmittel
  • Helden und Idole der Kindheit oder Erwachsener
  • Lieblingsfilme, -schauspieler und -schauspielerinnen, -bücher, -autoren und -figuren Nachbarschaften, in denen der Betreuer oder Pflegebedürftige gelebt hat Kindheit und Erwachsenenalter
  • Urlaub und Erholung
  • Der Beruf des Pflegebedürftigen (um Intrigen hinzuzufügen – wenn er jeden Job haben könnte in der Welt, was wäre das?)

Tipps für die Kommunikation mit älteren Menschen

Kognitive oder sensorische Beeinträchtigungen können die Kommunikation mit einigen Pflegebedürftigen beeinträchtigen. Die folgenden Vorschläge sind besonders hilfreich bei der Arbeit mit älteren Menschen (Seniorenbetreuung) Bevölkerung:

  • Sprechen Sie langsam und deutlich
  • Geben Sie der Person Zeit zum Antworten
  • Sprechen Sie mit der Person als Erwachsener (nehmen Sie acht auf die Würde des Menschen)
  • Benutzen Sie Manieren und seien Sie höflich
  • Sprechen Sie ihn mit Namen an oder berühren Sie ihn leicht, um seine Aufmerksamkeit zu erregen, Stellen Sie beim Sprechen Augenkontakt her
  • Beseitigen Sie Geräusche und Ablenkungen bei Gesprächen
  • Verwenden Sie Gesichts- oder Körpergesten, um beim Senden von Nachrichten zu helfen
  • Vermeiden Sie vage Worte (vage Aussagen), wie es, dies, das und dort Objekte nach korrektem Namen verwenden
  • Verwenden Sie Titel, Phrasen und beschreibende Wörter, die der Person vertraut sind, Bieten Sie Wörter an, wenn eine Person sich nicht erinnern kann, ohne ihre Gedanken zu vervollständigen
  • Vermeiden Sie Details bei denen, die sich nur schwer erinnern können
  • Bieten Sie ein paar Wahlmöglichkeiten an; überfordern Sie einen Pflegebedürftigen nicht mit Optionen
  • Formulieren Sie Fragen und Aussagen mit positiven Worten: statt „Machen Sie das nicht“ Fragen Sie, „Möchten Sie stattdessen dies in Erwägung ziehen“?
  • Widersprechen Sie nicht; bestätigen Sie ihre Gefühle
  • Bieten Sie sanfte Erinnerungen an, um eine Person zu beruhigen
  • Suchen Sie nach Gefühlen jenseits der Worte: Alzheimer-Patienten, Demenzkranke, oder der Schlaganfall ist möglicherweise nicht in der Lage, angemessene Worte zu erinnern oder zu artikulieren

Seniorenbetreuung – Häusliche Pflege

Beobachtungsfähigkeiten

weitere informationen laden Pflegeberatung

Wo bean­trage ich Pflegegeld? Muss die Wohnung umgebaut werden? Welche Hilfen gibt es überhaupt? Berater helfen Familien im Pflegefall, den Alltag neu zu organisieren. Pflegeberatung, mehr lesen …

Nach dem Krankenhaus

Entlassungsmanagement. Wer aus der Klinik kommt, ist noch lange nicht gesund Krankenhäuser müssen alles Nötige organisieren, damit Patienten gut versorgt sind. Das Entlassungsmanagement, welches auch von der Österreichischen Regierung unterstüzt wird, sollte Ihnen hierbei behilflich sein! Sie können auch Rat von diversen Pflegefirmen holen wie z.B. von Betreuer24.

Einfacher leben mit Ausweis

Schwerbehindert. Jeder Schwerbehinderte hat ein Recht auf Hilfe Und Unter­ stützung. Voraussetzung dafür ist ein Schwerbehin­ dertenausweis.

Behindertenausweis: Mehr lesen …

Gut versorgt daheim

Wenn der Alltag gut organisiert wird, können alte und kran­ke Menschen noch jahrelang in ihren eigenen vier Wän­den leben. Dienstleister hel­fen ihnen dabei.

Geld für Hilfe – Pflegeförderung

Persönliches Budget. Senioren, Alters kranke, Behinderte und chronisch kranke Menschen können ihre benötigte Hilfe im Alltag selbst organisieren und so vom Leistungsempfänger zum Arbeitgeber werden.

Gegen die Einsamkeit

Senioren mit wenigen Sozialkontakten erkranken häufiger und müs­sen früher in ein Heim. Eh­renamtliche Besuchsdienste helfen das zu vermeiden.

Trost und Rat für Pflegebegleiter

Wer Ange­hörige pflegt, stößt oft selbst an seine Belastungsgrenzen. Ehrenamtliche Pflegebeglei­ter kümmern sich um die Pflegenden, beraten sie und hören zu.

Hilfe für Pflegebegleiter

Wer einen An­gehörigen zu Hause pflegt, fühlt sich oft alleingelassen. Selbsthilfegruppen und Kurse bieten Kontakt zu an­ deren – häufig auch online.

Wohnformen für Senioren

Diese Möglichkeiten für das Wohnen im Alter gibt es:

Mobile Pflege- und Betreuungsformen
Den mobilen Pflege- und Betreuungsformen sind die sogenannten mobilen Dienste zugeordnet. Sie umfassen eine Summe unterschiedlicher Leistungsangebote für die Pflege und Betreuung alter Menschen in deren eigener Wohnung (24 Stunden Pflege zu Hause). Sie werden auch als ambulante oder mobile Dienste, soziale Dienste, Gesundheitsdienste oder 24 Stunden Pflege – Dienste bezeichnet und beinhalten im Wesentlichen die Heimhilfe, die Hauskrankenpflege und die medizinische Hauskrankenpflege, Besuchs- und Reinigungsdienste sowie die (24-Stunden-) Personen-Betreuung.
Heimhilfe
Die Aufgabengebiete der Heimhilfe sind im Wesentlichen die Hilfestellung bei Hausarbeiten – was bestimmte leichte Reinigungsarbeiten (wie die Reinigung in Bad und WC, Staubsaugen, Bodenkehren oder Bettenmachen) inkludiert –, die Wäscheversorgung, die Reinigung von Geschirr und das Vorbereiten von Mahlzeiten, aber auch die Besorgung des Einheizens, die Erledigung von Einkäufen und Besorgung von Medikamenten, die Versorgung von Haustieren, die Förderung von Sozialkontakten und die Unterstützung bei der Basisversorgung. Diese umfasst eine unterstützende Versorgung in Zusammenhang mit Körperpflege und Bewegung, dem Ausscheiden, beim An- und Auskleiden sowie beim Essen und Trinken, ebenso die Assistenz bei der Einnahme von oralen Medikamenten bzw. das Erinnern an die Einnahme, ebenso z. B. die Applikation von verordneten Salben, Cremes oder Pflegeprodukten. Anzumerken ist hier, dass die Unterstützung bei der Basisversorgung (einschließlich der Unterstützung bei der Einnahme und Anwendung von Arzneimitteln) nur unter Anleitung und Aufsicht von Angehörigen der Gesundheitsberufe durchgeführt werden darf.
Hauskrankenpflege
Die Hauskrankenpflege wird – mit unterschiedlichen Tätigkeitsbereichen – von Pflegeassistenten und von Angehörigen des gehobenen Dienstes für Gesundheits- und Krankenpflege durchgeführt, wobei die Pflegeassistenten unter Anordnung und Aufsicht des gehobenen Dienstes arbeiten. Sie umfasst pflegerische Maßnahmen wie Körper-, Haut-, Haar- und Zahn- pflege sowie in Zusammenhang mit Ernährung, Mobilisation und Lagerung, Inkontinenz -versorgung und einfacher Wundversorgung, ebenso die Krankenbeobachtung und prophylaktische Pflegemaßnahmen (etwa das Anlegen von Bandagen) und schließlich die Pflege, Reinigung und Desinfektion verwendeter Pflegebehelfe. Der gehobene Dienst führt neben den Tätigkeiten der medizinischen Hauskrankenpflege beispielsweise auch die Erhebung des Pflege- und Betreuungsbedarfs durch, erstellt Pflege- und Betreuungspläne, ist für die Überwachung, Koordination und Evaluierung des Pflege- bzw. Betreuungsprozesses verantwortlich, leitet außerdem Klienten oder deren Angehörige an oder schult sie, wenn erforderlich und möglich, in der Durchführung bestimmter Tätigkeiten ein.
Medizinische Hauskrankenpflege
Die medizinische Hauskrankenpflege ist eine Leistung, die den Aufenthalt in einem Krankenhaus ersetzen bzw. verkürzen soll. Sie erfolgt ausschließlich durch Angehörige des gehobenen Dienstes für Gesundheits- und Krankenpflege und umfasst besondere Pflegeleistungen. Dies sind jene, die im sogenannten »mitverantwortlichen Bereich« liegen, was bedeutet, dass auf ärztliche Anordnung bei therapeutischen und diagnostischen Maßnahmen mitgewirkt wird. Dabei handelt es sich etwa um Vorbereitung und Verabreichung von Medikamenten und Injektionen (zumeist subkutan und intramuskulär), das Setzen von transurethralen Blasenkathetern, die Blutentnahme aus Venen und Kapillaren, die Durchführung von Darmeinläufen, Wundmanagement bzw. Versorgung von Wunden, Durchführung von Verbandswechseln, die Versorgung von Sonden und die Durchführung von Sondenernährung oder die Stomaversorgung. Die medizinische Hauskrankenpflege ist zunächst auf eine Dauer von vier Wochen beschränkt und muss danach Chef-ärztlich bewilligt werden. Für den Klienten ist sie kostenfrei, während für die nichtmedizinische Hauskrankenpflege das Pflegegeld vorgesehen ist.
Besuchsdienste
Das Tätigkeitsgebiet von Besuchsdiensten liegt hauptsächlich in der Förderung und im Angebot sozialer Kontakte sowie in der Erledigung von Einkäufen und Botengängen bzw. der Begleitung dabei. Es kommen also Spaziergänge, die Begleitung zu Terminen aller Art (Arzt, Behördengänge, kulturelle Veranstaltungen, Ambulanzen oder Fußpflege etc.) infrage. Besuchsdienste können auch die Pflege von Blumen, Zimmerpflanzen und Tieren über- nehmen, die Angehörigen von zu betreuenden Personen unterstützen und etwa die Post bei sehbehinderten Klienten erledigen. Ein weiteres wichtiges Aufgabengebiet ist die Beschäftigung mit der zu betreuenden Person durch Spiele, Gespräche oder Ähnliches.
Reinigungsdienste
Diese Art von diensten führen Reinigungs- und Aufräumarbeiten durch, wozu etwa die Reinigung von Böden und Fenstern, Türen und sanitären Bereichen gehört. Auch die Pflege von Möbeln, das Waschen und Wechseln von Vorhängen ist ihrem Tätigkeitsbereich zuzurechnen, während die Heimhilfe beispielsweise Staub saugt, kleinere Reinigungsarbeiten durchführt oder Geschirr wäscht.
Personenbetreuung
Die Personenbetreuung ermöglicht Betreuung unter Einbeziehung einzelner leichter pflegerischer Leistungen an betreuungsbedürftigen Menschen, wobei das Tätigkeitsgebiet wie folgt aufgeteilt ist: Haushaltsnahe Tätigkeiten (von Botengängen über die Wäscheversorgung bis zur Reinigung) Tätigkeiten in Zusammenhang mit der Förderung sozialer Kontakte (z. B. auch gemeinsame Freizeitgestaltung) Tätigkeiten, die bei der Lebensführung unterstützen sollen Zu Letzteren zählen die Unterstützung bei der oralen Nahrungs-, Flüssigkeits- und Medikamenteneinnahme, die Unterstützung bei der Körperpflege sowie beim An- und Auskleiden, der Ausscheidung (Wechsel von Inkontinenzversorgungsartikeln und Benutzung von Toilette oder Toilettenstuhl) und schließlich die Unterstützung bei Bewegungsabläufen wie Aufstehen, Gehen oder Niederlegen.
Teilstationäre Pflege- und Betreuungsformen
Teilstationären Pflege- und Betreuungsformen ist gemeint, dass der alte Mensch dort nicht sein ganzes Leben verbringen muss, sondern sich nur teilweise dort aufhält, bzw. dass (wie etwa beim betreuten Wohnen) Pflege und Betreuung nicht rund um die Uhr, sondern nur punktuell stattfinden. Ihnen können wiederum
  • Akutbehandlung,
  • Angebote aus dem Bereich der Kurzzeitpflege,
  • Formen des betreuten Wohnens und
  • Tageszentren zugerechnet werden.
Akutbehandlung
Akut Geriatrie (Akutbehandlung) ist die Abteilungen in Akutkrankenhäusern, die die medizinische und pflegerische – disziplinübergreifende – Primärversorgung geriatrischer Klienten sicherstellen sollen. Des Weiteren dienen sie der Weiterversorgung und -behandlung geriatrischer Klienten aus anderen Bereichen. Wesentliche Aufgabe der Akut Geriatrie ist auch die Re-Mobilisation, also die Wiederherstellung von Mobilität und Selbstständigkeit, soweit dies möglich ist – manche Abteilungen haben den Terminus »Re-Mobilisation« daher ebenfalls in ihre Bezeichnung aufgenommen. Die Zielgruppen von akut Geriatrischen Abteilungen sind Klienten, bei denen folgende Kriterien vorliegen:
  • Somatische oder psychische Multimorbidität, die eine stationäre Akutbehandlung erforderlich macht.
  • Einschränkung oder Bedrohung der Selbstständigkeit durch den Verlust funktioneller
  • und ggf. kognitiver Fähigkeiten oder durch psychische Probleme im Rahmen einer Erkrankung.
  • Bedarf an funktionsfördernden, funktionserhaltenden oder Re-integrierenden Maßnahmen
Kurzzeitpflege
Kurzzeitpflege steht zunächst für die zeitlich befristete Unterbringung in einer Einrichtung für die geriatrische Pflege und findet zumeist aus drei Gründen statt:
  • Urlaubsbetreuung pflegebedürftiger Klienten zur Entlastung pflegender Angehöriger oder
  • Vorübergehende Unterbringung in einem Wohn- oder Pflegeheim aufgrund zeitweilig erhöhten Pflegebedarfs.
Formen des betreuten Wohnens
Beim betreuten (manchmal auch betreubaren) Wohnen sind zwei Leistungen miteinander gekoppelt. Die eine umfasst ein Wohnumfeld mit weitgehend barrierefreier Bewegungsmöglichkeit, die andere verschiedene Pflege- und Betreuungsleistungen. Die Angebote sind höchst unterschiedlich und enthalten verschiedene Leistungsspektren. Gemeinsam ist ihnen, dass die Klienten weitgehend unabhängig und selbstbestimmt in Wohnungen oder Appartements leben und dann Hilfe in Anspruch nehmen können, wenn sie nötig ist. Dies bietet die Kombination von Unabhängigkeit und Sicherheit und stellt eine Alternative zum Umzug in ein Pflegeheim dar. Am einfachsten ist das betreute/betreubare Wohnen für ältere Menschen mit leichtem Bedarf an Pflege bzw. Betreuung umsetzbar. Durch Rufanlagen zu Pflegestützpunkten bzw. Notrufanlagen zu Rettungsdiensten werden die erforderlichen Leistungen sichergestellt, wobei im Bedarfsfall Pflege- oder Betreuungspersonen gerufen werden können, manchmal kommen diese auch regelmäßig zu vereinbarten Fixzeitpunkten. Die Klienten können entweder im eigenen Wohnumfeld kochen oder auf Dienste zurückgreifen (und sich etwa der Möglichkeit bedienen, mit Mahlzeiten versorgt zu werden). Betreutes Wohnen wird in Form eigener Wohnhäuser oder an Pflegeheime angeschlossen angeboten.
Tageszentren
Tageszentren für Senioren bieten die Möglichkeit der individuellen Betreuung tagsüber, meist an Wochentagen im Zeittraum von 8 bis 17 Uhr. Üblicherweise kann auch ein nur tageweiser Besuch erfolgen. Voraussetzung für den Besuch eines Tageszentrums seitens des Klienten ist lediglich, dass er nicht bettlägerig ist. Pflege und Betreuung können auf ein eventuelles Krankheitsbild abgestimmt erfolgen (z. B. Insult, Parkinson-Erkrankung, demenzielle Erkrankung). Abholung und Transport nach Hause erfolgen in der Regel durch Fahrtendienste, deren Organisation wiederum durch das Tageszentrum durchgeführt wird. Im Rahmen der dort angebotenen Pflegeleistungen können auch Unterstützung bei der Inkontinenzversorgung, Kontrollen und evtl. erforderliche weitere pflegerische Tätigkeiten – in manchen Einrichtungen sogar Körperpflege bis hin zum Vollbad – erfolgen, ebenso Beratungen durch Sozialarbeiter bzw. Beratung von Angehörigen. Besondere Schwerpunkte in Tageszentren sind aber die bedarfsgerechte Animation und Beschäftigung (Gedächtnistraining, Bastel- und Werkgruppen, Musikgruppen, Feste, Feiern und Ausflüge), Bewegungstraining oder Therapien zur Wiederherstellung der Alltagsfertigkeiten. Auch im Tageszentrum wird interdisziplinär gearbeitet, pflegende (Pflegeassistenten und der gehobene Dienst), Ergotherapeuten, Physiotherapeuten, Animateure sowie Sozialarbeiter sind um die gemeinsame Pflege, Förderung und Betreuung der Klienten bemüht. Ziele der Betreuung und Versorgung in Tageszentren sind die Integration in die Gemeinschaft und Gesellschaft, die Wiederherstellung verschiedener Fähigkeiten, die Förderung von Ressourcen und die Vermeidung von Isolation.
Stationäre Pflege- und Betreuungsformen
Kann der Pflegebedarf im häuslichen Umfeld auch durch 24-Stunden-Betreuung / Pflege bzw. andere Dienste nicht mehr ausreichend sichergestellt werden, ist die Unterbringung in einer Pflegeeinrichtung möglich. Mehr lesen …
Wohngemeinschaften, Hausgemeinschaften
Abgesehen davon, dass Betagte sich natürlich (wie jüngere Menschen auch) in Wohngemeinschaften zusammenfinden und diese Wohn- und Lebensform grundsätzlich auch völlig autonom organisieren können, wird sie auch in Form betreuter Wohngemeinschaften angeboten (z. B. Caritas Socialis, Wiener Hilfswerk, Wiener Sozialdienste Alten- und Pflegedienste GmbH oder Kuratorium Wiener Pensionistenhäuser, Hausgemeinschaften der Caritas »Casa« oder der Diakonie). Mehr lesen …
Generationen-Wohnen
Die Idee des Generationen-Wohnens ist es, ein Miteinander von Jungen und Älteren zu schaffen, das allen zugutekommt. Grundsätzlich kann es auch als Versuch verstanden werden, eine Atmosphäre bzw. Lebensstruktur, die jener der Großfamilie (die es heute meist nicht mehr gibt) ähnelt, entstehen zu lassen. Mehr lesen …
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